PC-Markt: Stückzahlen fallen (außer bei Apple), Umsätze steigen

PC-Markt: Stückzahlen fallen (außer bei Apple), Umsätze steigen

Inhaltsverzeichnis

PC-Markt: Stückzahlen fallen (außer bei Apple), Umsätze steigen

Erwartungsgemäß schlägt die Komponentenkrise auf den PC-Markt durch. Noch kompensieren die Hersteller die sinkenden Verkaufszahlen durch Preissteigerungen. Apple trotzt dem Trend mit dem MacBook Neo.

Das Jahr 2025 verlief für die PC-Hersteller praktisch durch die Bank sehr erfolgreich. Im Zuge des Auslaufs von Windows 10 erneuerten insbesondere Firmen ihren Gerätepark und sorgten so für ein Absatzplus von über acht Prozent gegenüber 2024. Unser Bericht darüber ließ bereits in der Überschrift erahnen, dass 2026 ein Jahr voller Herausforderungen wird: Der PC-Markt startet nach starkem Endspurt in ein Jahr der Ungewissheit.

Die aktuelle Marktanalyse von IDC liefert den praktischen Beleg dafür: Im 2. Quartal des laufenden Jahres gingen die weltweiten PC-Absätze um 3,5 Millionen Stück zurück, das ist ein Minus von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Rückgang wäre noch größer ausgefallen, hätte Apple nicht als einziger PC-Hersteller kräftig zulegen können. Das MacBook Neo beschert Apple ein zweistelliges Wachstum.

Von den großen PC-Herstellern hat Marktführer Lenovo bisher offenbar das beste Krisenmanagement. Das Minus von zwei Prozent liegt weit unter dem, was die Mitbewerber schlucken müssen.

Top 5 Unternehmen, weltweite PC-Auslieferungen, Marktanteil und Jahreswachstum, 2. Quartal 2026 (vorläufige Ergebnisse, Lieferungen in Millionen Einheiten)
Company 2Q26 Shipments 2Q26 Market Share 2Q25 Shipments 2Q25 Market Share 2Q26/2Q25 Growth
1. Lenovo 16.6 24.4% 17.0 23.7% -2.1%
2. HP Inc 13.0 19.1% 14.3 19.9% -9.0%
3. Dell Technologies 9.3 13.6% 9.8 13.6% -5.0%
4. Apple 6.7 9.9% 6.1 8.5% 10.1%
5. ASUS 5.0 7.4% 5.0 7.0% 0.2%
Others 17.5 25.7% 19.6 27.3% -10.5%
Total 68.2 100.0% 71.7 100.0% -4.9%
Source: IDC Quarterly Personal Computing Device Tracker, July 8, 2026 

Trotz der sinkenden Stückzahlen vermelden die Hersteller steigende Umsätze. Die Preissteigerungen bei den Komponenten, insbesondere Arbeitsspeicher, schlagen inzwischen voll durch. Weil diese Krise noch lange nicht überwunden ist, sind weitere Preissteigerungen zu erwarten. Dies wiederum führt vorhersehbar zu Kaufzurückhaltung und längeren Nutzungszyklen der Bestandsgeräte.

Alle PC-Hersteller sind also weiterhin gefordert, mit der Situation bestmöglich umzugehen. Die großen Hersteller sind dafür wesentlich besser aufgestellt. Sie haben etablierte Lieferketten, können ihre Produktionskapazitäten besser planen und bei vorübergehend günstigeren Preisen größere Stückzahlen einkaufen und davon zehren. Für kleinere OEMs könnten die nächsten zwei Jahre dagegen existenzbedrohend werden.

DrWindows News per WhatsApp: Abonniere unseren Kanal.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.

Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Technologie kategorie besuchen.

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert