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#Philipp-Reis-Preis: Auszeichnung fürs Verschlüsseln

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Einsatz für den Schutz der Privatsphäre im Internet: Der Philipp-Reis-Preis, der an den aus Hessen stammenden Erfinder des Telefons erinnert, geht an Antonia Wachter-Zeh, die zu Datensicherheit und Verschlüsselung forscht.

Mit dem Philipp-Reis-Preis wird in diesem Jahr eine Wissenschaftlerin ausgezeichnet, die zu Datensicherheit und Codierung von Informationen forscht. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an Antonia Wachter-Zeh, Professorin an der Technischen Universität München, wie die Stadt Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) mitgeteilt hat. Der nach dem Erfinder des Telefons benannte Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen auf dem Feld der Nachrichtentechnik vergeben. Er wird gestiftet von den hessischen Städten Friedrichsdorf und Gelnhausen sowie vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik und der Deutschen Telekom. Der Preis wird am Mittwoch, 8. November, in Friedrichsdorf übergeben.

Jan Schiefenhövel

Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

Johann Philipp Reis wurde in Gelnhausen geboren und war Lehrer am Institut Garnier, einer Schule in Friedrichsdorf, deshalb erinnern diese beiden Städte gemeinsam an den Erfinder, der seinem Fernsprecher den Namen „Telephon“ gegeben hatte.

Erfahrung in Frankreich und Israel

Die 1985 geborene Ingenieurin Wachter-Zeh hat in vielerlei Hinsicht zum heutigen Wissensstand in der Nachrichtentechnik beigetragen, besonders mit ihren Beiträgen zur Verschlüsselung, wie es von der Stadt Friedrichsdorf heißt. Derzeit arbeitet sie unter anderem an verteilter Datenspeicherung und codierten Berechnungen. Dafür nutzt sie nach Angaben ihrer Hochschule algebraische Konstruktionen für die Verschlüsselung. Die Wissenschaftlerin ist schon Trägerin mehrerer Auszeichnungen, unter anderem des Heinz-Maier-Leibnitz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nach Studium und Promotion in Ulm und an der französischen Universität in Rennes war sie drei Jahre lang an einem technologischen Institut in Haifa in Isreal tätig, bevor sie die Professur in München erhielt.

Philipp Reis (1834–1874) hatte seine Erfindung, den Apparat zur Über­mittlung von Sprache mithilfe von Strom, in einer Scheune entwickelt, ohne Universität, Forschungsgelder oder Sponsoren. Seinen Fernsprecher baute er in der Freizeit neben seiner Tätigkeit als Lehrer. In dem Schuppen experimentierte er auch mit Hohlspiegeln und einer Dampfmaschine, erfand ein Fahrzeug, Vorläufer des Fahrrads, das mit von Hand bedienten Hebeln bewegt wurde. Sein „Telephon“ stellt der Amateur 1861 den Mitgliedern des Physikalischen Vereins in Frankfurt vor. Danach verfolgte er diese Erfindung zunächst nicht weiter und beschäftigte sich erst kurz vor seinem Tod wieder damit, so blieb nicht mehr genug Zeit, den Apparat weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu führen.

Das erledigte nach dem Tod des Erfinders der aus Schottland stammende Alexander Graham Bell in den Vereinigten Staaten, indem er die von Reis entwickelte Technik um neue Komponenten ergänzte und so die Tonqualität der Übertragung verbesserte – und als Erster ein Patent für das Telefon anmeldete.

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