Nachrichten

#Politischer Druck, aber keine Intervention



Besorgt über die Lage in Niger: Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Mittwoch in Toledo

Bild: EPA

Nach dem Putsch in Niger fürchtet die EU, ihren letzten Partner in der Sahelzone zu verlieren. Die Verteidigungs- und Außenminister beraten über Sanktionen. Doch der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS reicht das nicht.

Die Nachricht aus Gabun war auch den EU-Verteidigungsministern nicht entgangen, als sie am Mittwochmorgen in Toledo zusammenkamen. „Wenn das bestätigt wird, handelt es sich um einen weiteren Militärputsch, der die Instabilität in der gesamten Region vergrößern wird“, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Man werde sich auch damit beschäftigen – neben dem anderen Putsch, der die Interessen der Europäischen Union noch viel stärker berührt. Am 26. Juli hatten Mitglieder der Präsidentengarde in Niger die Macht übernommen und den gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum für abgesetzt erklärt. Da war die Europäische Union schon auf dem Weg in die Sommerpause. Das informelle Treffen in Spanien war die erste Gelegenheit, die Lage auf Ministerebene zu erörtern und eine gemeinsame Linie zu suchen, über die Verurteilung des Putsches hinaus. Auch die Außenminister, die an diesem Donnerstag tagen, werden sich damit beschäftigen.

Thomas Gutschker

Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

Die EU wurde durch die Ereignisse in Niamey überrascht, wie Borrell in einem internen Papier eingestand, das er den Mitgliedstaaten Mitte August zukommen ließ, um die Beratungen vorzubereiten. Das Land habe sich politisch, wirtschaftlich und sozial auf einem „relativ gerad­linigen Weg“ befunden, Präsident Bazoum habe strukturelle Reformen eingeleitet und zugleich das Wirtschaftswachstum bewahrt. Für die Partner im Westen sei das Land im Zentrum der Sahelzone der „letzte Staat“ gewesen, „mit dem eine verstärkte Sicherheitszusammenarbeit noch möglich war“.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.

Wenn Sie an Foren interessiert sind, können Sie Forum.BuradaBiliyorum.Com besuchen.

Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Nachrichten kategorie besuchen.

Quelle

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Please allow ads on our site

Please consider supporting us by disabling your ad blocker!