Wie sich die über 496 Millionen inländischen Gästeübernachtungen im Jahr 2024 auf Deutschland verteilen.
Die Karte des Leibniz-Instituts für Länderkunde zeigt die Bedeutung der deutschen Kreise und kreisfreien Städte für den Tourismus im Jahr 2024. Dargestellt sind sowohl die absoluten Gästeübernachtungen als auch die Tourismusintensität, also das Verhältnis von Übernachtungen zur Einwohnerzahl.
In absoluten Zahlen dominieren die großen Städte wie Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt am Main, die mit Millionen Übernachtungen die wichtigsten Ziele des Städtetourismus bilden, wobei hier der Geschäftstourismus erheblich zu den Zahlen beiträgt. Besonders hohe Tourismusintensitäten weisen dagegen ländliche, landschaftlich attraktive Räume auf – etwa die Küstenregionen an Nord- und Ostsee, der Alpenraum oder Teile der Mittelgebirge. Hier verdichten sich Tourismusnutzung, Wohnraumknappheit und Verkehrsbelastung zunehmend, sodass man in einigen Gegenden von einer touristischen Überlastung („Overtourism“) sprechen kann.
Neben den klassischen Urlaubsgebieten gewinnen einzelne Regionen durch spezifische touristische Attraktionen an Bedeutung. So verzeichnen etwa Cochem-Zell und das Moseltal mit Attraktionen wie der Burg Eltz oder dem Weintourismus eine überdurchschnittliche Tourismus intensität. Ebenso der Heidekreis mit der Lüneburger Heide als Natur- und Freizeitdestination oder der Kreis Waldeck-Frankenberg mit Willingen als bedeutendem Wintersportort sowie dem Edersee als wichtigem Erholungsraum des nahen Ruhrgebietes. Diese Beispiele verdeutlichen, dass sich Tourismus nicht nur auf großräumige Ferienlandschaften konzentriert, sondern auch durch singuläre Anziehungspunkte lokal verdichten kann. Die Karte macht diese räumlichen Disparitäten und Belastungszonen sichtbar, welche künftig stärker in nachhaltige Tourismuskonzepte einbezogen werden müssen.
Die ganze Karte noch einmal als pdf-Datei (2,47 MB) gibt es hier.
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