Es gibt zwei Arten von Designhotels: Die einen sind so durchgestylt, dass man sie schon von Weitem erkennt, die ,anderen wollen entdeckt werden und setzen auf Exklusivität. Das „Leo Grand“ in Wien zählt zu den Letzteren, geriert sich ein bisschen als Geheimtipp, so schüchtern blickt der Eingang auf ein Seitengässchen. Als wir mit dem Taxi vom Wiener Burgring kommend in das Gewirr der schmalen Straßen zwischen Stephansdom und Hofburg einbiegen, wären wir ohne den Fahrer direkt an diesem Gebäude vorbeigefahren: kein ausladender Baldachin mit dem Hotelnamen, kein Flügeltürportal, keine Schaufenster, die den Blick in die Lobby freigeben.
Öffnet man die Tür des weißen Gebäudes, steht man nicht in einem klassischen Foyer, sondern in einem intimen Salon, in dem uns sofort das Gepäck abgenommen und ein Getränk angeboten wird und wir auf das sanfte Polster eines Sessels komplimentiert werden. Gerade ist man noch darin vertieft, die Tier- und Dschungelmotive zu bestaunen, die hier von einer Künstlerin an die Salonwände gemalt wurden, da sind die Formalitäten auch schon erledigt, und es geht weiter in den vierten Stock zu „einem der schönsten Zimmer“, wie die Concierge versicherte.
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