Das Kartellrecht könnte Deal bremsen, das Unternehmen könnte komplett zerschlagen werden.
Der britische Fernsehsender ITV steht offenbar vor einer historischen Neuaufstellung: Wie Variety berichtet, hat Comcasts Pay-TV-Tochter Sky ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 2,1 Milliarden US-Dollar (1,6 Milliarden Pfund) für die Media-&-Entertainment-Sparte von ITV abgegeben. Diese umfasst die linearen TV-Sender sowie den Streamingdienst ITVX. Damit würde Comcast, das bereits 2018 den europäischen Pay-TV-Anbieter Sky für rund 30 Milliarden Dollar übernommen hatte, seine Position auf dem britischen Fernsehmarkt deutlich ausbauen.
In einer kurzen Stellungnahme bestätigte ITV die Gespräche mit Sky, betonte jedoch, dass sich die Verhandlungen in einem sehr frühen Stadium befinden und keine Gewissheit über den Abschluss eines möglichen Verkaufs bestehe. Nicht Teil der Gespräche ist die Produktions- und Vertriebssparte ITV Studios, die international Formate wie «Love Island», «Im a Celebrity… Get Me Out of Here!» und «Vera» verantwortet. Hier sollen nach Brancheninformationen Banijay und RedBird IMI bereits ihr Interesse an einer möglichen Übernahme bekundet haben.
Sollte der Deal mit Sky zustande kommen, müsste er zunächst eine strenge kartellrechtliche Prüfung durch die britische Wettbewerbsbehörde CMA überstehen. Da Comcast durch Sky bereits über eine dominierende Marktstellung im britischen Pay- und Free-TV verfügt, könnte eine Fusion mit ITV zu einer marktbeherrschenden Position führen insbesondere im Bereich digitaler Werbung und Streaming.
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