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#Frau aus Deutschland unter Kongsberg-Opfern

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Frau aus Deutschland unter Kongsberg-Opfern

Bei dem Bogen-Attentat im norwegischen Kongsberg ist am Mittwoch auch eine deutsche Staatsbürgerin getötet worden. Das bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Zuvor hatten norwegische Medien, t-online.de und die Bild-Zeitung dies gemeldet.

„Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Opfern eine seit längerem in Norwegen lebende deutsche Staatsangehörige ist“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Weitere Details zu Alter oder Lebensumständen der Frau nannte er nicht.

Die norwegische Polizei hatte am Samstag die Identität der fünf Menschen bekanntgegeben, die bei dem Angriff getötet wurden. Demnach handelte es sich um vier Frauen im Alter von 52, 56, 75 und 78 Jahren sowie einen 75 Jahre alten Mann. Zur Identität der drei Verletzten machten die Ermittler weiterhin keine Angaben. Sie wurden mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Die Ermittler äußerten zudem, dass die Zweifel an einer terroristisch motivierten Tat wüchsen. Es gebe Hinweise, dass der Verdächtige nicht wirklich zum Islam konvertiert sei, sagte der Polizeiinspektor Thomas Omholt bei einer Pressekonferenz. Stattdessen erhärte sich der Verdacht auf eine psychische Erkrankung.

Ein 37 Jahre alter Däne hatte zugegeben, am Mittwochabend in der Innenstadt von Kongsberg fünf Menschen getötet zu haben. Der Mann hatte unter anderem mit Pfeil und Bogen auf zahlreiche Menschen geschossen.

Wie sich herausstellte, hatte der Mann schon seit Jahren im Fokus der Behörden gestanden. Unter anderem veröffentlichte er 2017 ein Video, in dem er sich als Muslim bezeichnete und eine Aktion ankündigte. Eine politisch motivierte Gewalttat wurde ihm aber nicht zugetraut. Die Ermittlungen hätten nun gezeigt, dass es der Mann mit seiner angeblichen Konversion zum Islam nicht ernst genommen habe, sagte Omholt am Samstag.

Vermutlich ein Einzeltäter

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann alleine handelte. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass er mit weiteren Personen in Kontakt gestanden habe. Der Anwalt des mutmaßlichen Täters sagte dem norwegischen Sender TV2, er stimme den vorläufigen Ermittlungsergebnissen der Polizei zu.

Nach Angaben der Polizei war der Däne im Verlauf mehrerer Jahre immer wieder im Kontakt mit dem Gesundheitsdienst gewesen. Zu Details über die psychische Gesundheit des Mannes wollte sich Omholt nicht äußern, um Zeugenaussagen nicht zu beeinflussen, wie er betonte.

Ein Gericht hatte am Freitag für den Dänen vier Wochen Untersuchungshaft angeordnet. Die ersten zwei Wochen muss er isoliert verbringen. Außerdem verhängte das Gericht ein Besuchs-, Medien- und Briefverbot. Aufgrund seines Gesundheitszustandes sei er aber noch nicht vernehmungsfähig. Er wurde nicht in einem Gefängnis, sondern in einer geschlossen medizinischen Einrichtung untergebracht; dies teilte die Polizei mit.

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