#Schröter gegen Kowalczuk: Sind Wörter wieder unschuldig?

Minoritäres Problem oder zeithistorische Lektion? Die Ethnologin Susanne Schröter und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk streiten über Sprachkritik. Eine Diskussionsveranstaltung in Weimar erlebt ein Nachspiel in den sozialen Medien. Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie an der Universität Frankfurt, hat bei Herder das Buch „Der neue Kulturkampf: Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht“ veröffentlicht….

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#Wie die gute Form entstand: Ausstellung zur Designgeschichte in Darmstadt

Manchen Klassiker kennt man aus Omas Haushalt: Das Institut für Neue Technische Form Darmstadt schaut mit der Ausstellung „Schön und gut“ auf die Formgeschichte der Produktwelt der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Geht es noch trockener? Kühler, nüchterner vor allem auch als in den Worten von Max Bill? „Unter einer guten Form“, so hatte der Schweizer Künstler…

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#Eingang in die Zukunft

Wenn man eine fremde Stadt und ihre Bewohner verstehen will, dann ist es nicht die schlechteste Idee, sich ihre Hauseingänge anzuschauen. Ein Hauseingang macht etwas mit seinen Bewohnern: Es ist ein Unterschied, ob man morgens durch einen schwarzen Korridor mit braun bedampften Spiegeln oder durch eine lichte Halle mit Terrazzoböden in die Welt tritt. Wer…

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#Isa Genzken in der Neuen Nationalgalerie in Berlin

Die Schaufensterpuppe ist ein Kind. Es trägt ein dunkelblaues Hemd, das mit Silberfarbe besprüht, mit Flecken von gelber und weißer Flüssigkeit gesprenkelt und mit alten D-Mark-Münzen beklebt ist. Eine weiße Schaumstoffmaske, die nur Augen und Nase frei lässt, bedeckt den oberen Teil des Gesichts. Der Kopf ist mit durchsichtiger Plastikfolie überzogen; an die Stirn ist…

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#Sind wir nicht alle Vulkane?

Die Schmuckstadt München, genauer: die staatliche Neue Sammlung – bereitet einer Künstlerin die Bühne, die seit mehr als fünf Jahrzehnten in der Stadt lebt. Therese Hilbert, 1948 in Zürich geboren, kam 1972 als ausgebildete Goldschmiedin mit ihrem Mann Otto Künzli an die Isar, beide studierten bei Hermann Jünger an der Akademie der Bildenden Künste. Künzli…

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#Sachlich sein, heißt deutsch sein

„Sachlich sein, heißt deutsch sein“ In jeder Sprache gibt es markante Begriffe, die in ihrer Dichte und kulturellen Triftigkeit mehrere Sinnebenen transportieren. Im Wort Sachlichkeit verbinden sich ästhetische Funktionalität, Objektivität und das Nüchterne mit einer womöglich kalten Emp­findungslosigkeit, mit Distanz und entseelter Rationalität. Heinrich Mann benennt damit in seinem 1914 erschienenen ironischen Roman „Der Untertan“…

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#Er schuf des Bild eines neuen Deutschlands

„Er schuf des Bild eines neuen Deutschlands“ Gemessen an den bleibenden Wiederkennungswerten, die er schuf, müsste der am 13. Mai 1922 in Ulm geborene Otto „Otl“ Aicher in Deutschland weltberühmt sein. Wenn er es sein sollte, dann doch nur mit dem Zusatz: der mit den Olympischen Spielen 1972 in München. Womöglich trägt das Jahr seines…

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#Alles so schön weiß hier

„Alles so schön weiß hier“ Weiß ist eine Farbe, die sich die moderne Malerei ausnahmsweise von der Architektur abgeschaut und geborgt hat. In den Zwanzigern vom Bauhaus bewusst gegen die Farbfreude vergangener Baustile von Mittelalter bis Jugendstil eingesetzt, in die neunundneunzig Prozent des damaligen Gebäudebestandes getaucht waren, standen weiße Häuser ebenso für maßvolle Askese wie…

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#Comme des Garçons?

„Comme des Garçons?“ Da ich die einzige Frau im Büro war, wurde ich mit der Gestaltung der Innenräume beauftragt“ – an diese „Logik“ erinnerte sich die berühmte amerikanische Gestalterin Florence Knoll, wenn sie an ihre Zeit im Architekturbüro Harrison Abramovitz, den Erbauern des CIA-Hauptgebäudes bei Washington, zurückdachte. Die Konfrontation mit derlei Vorurteilen am Arbeitsplatz stand…

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