#„Stasikomödie“ von Leander Haußmann: Ostalgie in der Sackgasse

„„Stasikomödie“ von Leander Haußmann: Ostalgie in der Sackgasse“ Anzeige Nach „Sonnenallee“ und „NVA“ beendet Leander Haußmann mit der „Stasikomödie“ seine Filmtrilogie über die DDR. Sein Humor wirkt wie aus einer anderen Zeit. Anzeige Müsste man jemandem erklären, was in Deutschland in punkto künstlerischer Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit schiefgelaufen ist, man könnte ihm „Stasikomödie“ vorführen. Oder genauer:…

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#Viele große Werke kommen nicht aus Demokratien

„Viele große Werke kommen nicht aus Demokratien“ Die Veranstaltung lief schon eine Dreiviertelstunde, als Durs Grünbein eine der entscheidenden Fragen stellte: „Gibt es eigentlich noch eine stille Exklusion der Ostkunst?“ Mit diesem Vorwurf hatte vor fünf Jahren das begonnen, was als „Dresdner Bilderstreit“ in die Geschichte einging: Der Vorwurf, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden versteckten all…

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#Wovon Verteidiger des Imperiums träumen

„Wovon Verteidiger des Imperiums träumen“ Über mehr als zehn Jahre ist der Fotograf Stefan Neubauer nach dem Abzug der russischen Streitkräfte durch die östlichen Bundesländer gereist und hat in mehr als sechzig verlassenen Kasernenanlagen vor allem die Interieurs aufgenommen. Nachdem er anfangs noch kein Gespür hatte für die Bildkraft der grandiosen Ruinen mit ihren verwitterten…

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#Was hält uns zusammen?

„Was hält uns zusammen?“ Betrunken auf dem Fußweg vor dem Gasthof, in Badelatschen auf der Straße, im Wald oder in der Garage, um sich das Leben zu nehmen: Die ehemaligen NVA-Offiziere, die Jan nach der Wende in seinem Heimatstädtchen in der Oberlausitz sieht, kommen dem jungen Mann wie Helden vor. Wie Helden, die der berühmte…

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#Das doppelte Lottchen tanzt aus der Girlsreihe

„Das doppelte Lottchen tanzt aus der Girlsreihe“ Es gab einen Ort im real existierenden Grau der DDR, der glitzerte kurz vor dem Fall der Mauer bunt wie Träume von Glasnost und Perestrojka. Das „Las Vegas des Ostens“, der Friedrichstadt-Palast, war Erich Honeckers Antwort auf den Veränderungswillen der Bevölkerung. Man hatte doch die frivolsten Revuen, 32…

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#Es ist doch nur bedrucktes Papier

„Es ist doch nur bedrucktes Papier“ Im Alter, als Klaus Wagenbachs Stimme brüchig geworden war, hatten sein Zukunftsmut, seine unbedingten Überzeugungen im Hinblick auf tagespolitische Details und alle daraus resultierende Lust zum Echauffement sich weitgehend verkrümelt und seiner leicht fatalistischen Menschenfreundlichkeit ihren Platz gelassen. Nur die Ironie begleitete ihn ungebrochen bis zum Tod. Bedauerlicherweise zählt…

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#Giftige Buchstaben, brütendes Moor

„Giftige Buchstaben, brütendes Moor“ Mit Wolfgang Hilbig war kein Staat zu machen. Und medial konnte man ihn ebenfalls nicht verwerten. Es war fast unmöglich, den scheinbar bodenständigen, ein warmes Sächsisch intonierenden und zurückhaltenden Mann mit den wort­gewaltigen, rauschhaften Texten zusammenzubringen, die er geschrieben hatte. Es entsprang keiner Strategie, dass Hilbig öffentlich wenig über seine Texte…

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#Was also ist ihr Land?

„Was also ist ihr Land?“ Am 7. Oktober war An­gela Merkel in Rom. Die Bundeskanzlerin, die in ihren 16 Amtsjahren, von wenigen Ausnahmen abgesehen, aus dem Ausland keine innenpolitischen Nachrichten verschickt hat, ließ ihre christdemokratischen Parteifreunde wis­sen, dass ihr Nachfolger vermutlich ein Sozialdemokrat sein werde. Merkel hatte sich gefreut, als Annegret Kramp-Karrenbauer sie 2018 an…

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