#Die malenden Raubtiere von der Purpurküste

„Die malenden Raubtiere von der Purpurküste“ An kaum einem anderen Ort sind sich Berge und Meer so nah wie in Collioure. Die Al­bères, die Ausläufer der Pyrenäen an der französischen Mittelmeerküste, scheinen mit ihren schroffen Felsgraten regelrecht in die schäumenden Wellen hineinzutauchen. Morgens kränzen meistens noch Nebelfetzen die Wehrkastelle ein, die hoch oben angelegt worden…

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#Schmetterlinge im Nationalsozialismus

„Schmetterlinge im Nationalsozialismus“ Im Deutschunterricht der Siebziger waren die Werke Ernst Wilhelm Nays beliebte Vorlagen für Bildbeschreibungen. Einerseits war auf ihnen Gegenständliches er­kennbar – Fischerboote, Blumen, Schmetterlinge –, andererseits waren sie abstrakt genug, um die Aufmerksamkeit der Schüler auf formale Eigenschaften des Bildes, seinen Aufbau und seine Farbgebung zu lenken. Heute ist das Werk Nays,…

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#Sie macht es auf ihre Art

„Sie macht es auf ihre Art“ Françoise Gilot ist die Frau, fast jeder weiß das, die zehn Jahre mit Picasso liiert war. Er lernte sie 1943 in Paris in dem Lokal „Le Catalan“ kennen; er ist da 61, sie 21 Jahre alt. Erst drei Jahre später lässt sich Gilot darauf ein, mit ihm zu leben,…

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#Zuhause in der Wüste

„Zuhause in der Wüste“ Georgia O’Keeffe nimmt nicht nur mit ihrem Werk, sondern auch als Künstlerpersönlichkeit eine singuläre Position in der Moderne ein. Bis zu ihrem Tod 1986 mit fast hundert Jahren erlebte sie alle Kunstbewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts, ohne je einer einzigen nahezustehen. Ihre suggestiven Blüten, oft als makrofotografische Ausschnitte gemalt, oder die kargen…

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#Im Harem ist was los

„Im Harem ist was los“ Wie auf Samtpfoten kommt da eine Sensation, mit aller Vorsicht jetzt endlich für das Publikum geöffnet – und keineswegs nur für die Anhänger der Kunst Pablo Picassos. Auf den drei Etagen des Museums Berggruen im Stüler-Bau gegenüber von Schloss Charlottenburg sind acht Versionen von Picassos später Serie „Les Femmes d’Alger“…

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#Die Verflechtung der Welten

„Die Verflechtung der Welten“ Der römische Historiker und Reiseschriftsteller Plinius der Ältere schrieb, dass – „ex africa semper aliquid novi“ – aus Afrika immer etwas Neues komme, auch im Sinne einer aktiven Wirkung oder besonderen Inspiration. Aber lange nach Plinius ist die Wahrnehmung Afrikas, seiner Kunst und seiner Künstler untrennbar damit verbunden, was die europäischen…

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#List und Lust der ökonomischen Vernunft

„List und Lust der ökonomischen Vernunft“ Es war nicht Matisses „La Danse“, das berühmteste der vielen berühmten dort gezeigten Bilder, und auch nicht der gewohnt banal mit Künstlerprominenz protzende weithin plakatierte Titel „Monet bis Picasso“, der mich im Sommer 1993 aus Tübingen nach Essen ins Museum Folkwang lockte, sondern das eigentliche Thema der dortigen Sonderausstellung,…

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#Ein Leben, um eine Vision zu vollenden

„Ein Leben, um eine Vision zu vollenden“ Bei großen Künstlern tragen gerade die Widersprüche zur Komplexität ihres Werkes bei. Henri Matisse kennzeichnen mindestens zwei Paradoxe. Sein ausdrückliches Ziel war es, eine dekorative Malerei zu schaffen, die wohlgefällig betrachtet werden kann. Gleichzeitig war er ein so kritischer und analytischer wie zäh arbeitender Maler. Das üppige Glück,…

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