#Karl Kraus und Georg Jahoda

Der Papierarbeiter als Mitschöpfer: Ein exzellent komponierter Band zeigt Karl Kraus im Austausch mit seinem langjährigen Drucker und Verleger Georg Jahoda. „Ich glaube nicht, dass ich mir vor der Arbeit den Rat der Weisen und nach dem Druck die Meinung des Lesers gefallen ließe. Aber zwischen Arbeit und Druck kann ich in einen Zustand geraten,…

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#Warum Freiheit keine Obsession werden darf

„Die Gedankenfreiheit haben wir jetzt“, hat Karl Kraus einmal ge­schrieben, „jetzt brauchen wir nur noch Gedanken.“ Das rührt an einen wunden Punkt dort, wo der Gedanke die Freiheit selbst sein soll. Seit einiger Zeit wird in ihrem Namen das Leben, das wir führen, als ein staatlich kujoniertes Leben beschrieben. Der Mensch ist frei, liegt aber…

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#Als die Frauen kurz mal die Welt retteten

„Als die Frauen kurz mal die Welt retteten“ Als Kaufhauserbe Harry Jandorf (Joel Basman) Anfang des Jahres 1919 aus der Kriegsgefangenschaft nach Berlin zurückkehrt, traumatisiert und mit dem Ballast eines toten Kameraden (Martin Bruchmann) im seelischen Gepäck, haben Frauen die Stadt übernommen. Sie sind Chauffeurinnen – „Haben Sie schon einmal einen toten Mann Auto fahren…

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#Sah so Klimts Bilder-Schock aus?

„Sah so Klimts Bilder-Schock aus?“ Was die Gemüter in Wien derart erhitzte, dass Professoren eine Petition verfassten, der Schriftsteller Karl Kraus sich empörte, Kunstkritiker ätzten und sogar das Abgeordnetenhaus mit der Sache befasst war, ließ sich lange nur mehr schattenhaft erahnen. Denn mehr als einige Entwürfe und Schwarz-Weiß-Fotografien sind nicht geblieben von den Gemälden, die…

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#Vor dem Totenbett der Zeit

„Vor dem Totenbett der Zeit“ Während in Kabul scharf geschossen wird, fuchteln sie in Berlin wild mit ihren falschen Gewehren herum und rufen dabei „bumsdi“. In den „Extrablättern“, die sie verteilen, ist von „53 erbeuteten Geschützen“ und von „Verwaltungsübergabe“ die Rede. In Kabul schießen sie weiter scharf. Denn dort erleben viele Menschen gerade wirklich ihre…

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#Zum Abschied noch einen Drink

„Zum Abschied noch einen Drink“ Trink mit mir, mein Klavier! Es gebe Songs, sagte Tom Waits einmal in einem Interview, Jahrzehnte nach der Veröffentlichung seines vierten Studio-Albums, die würden für eine Platte geschrieben, aufgenommen und kaum mehr gespielt. Andere hingegen begleiteten einen Musiker lange Zeit. Auf „Small Change“ aus dem Jahr 1976 fänden sich ein…

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#Des einen Freud, des anderen Leid

„Des einen Freud, des anderen Leid“ Wien im Jahr 1907, wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg: Umbruchszeit, Niedergang der Monarchie, Blütezeit der Separationsbestrebungen. Rückwärtsgewandter Historismus und schneidiger Militarismus treffen Fin-de-Siècle-Müdigkeit und Dekadenz. Wer will, sieht einen konsequenten Aufbruch in Architektur, Musik und Literatur – und eine politische Radikalisierung, die verschiedenen Bewegungen nützlich ist. Ein gewisser…

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