„Tierische Gefühle“
Bevor eine neue Boeing die Fabrikhalle in Seattle verlässt, werden Hunde in das Flugzeug geschickt. Sie gehören zu einer 2001 gegründeten Spezialeinheit und spüren mit ihren feinen Nasen Sprengstoff auf. K-9 heißt diese tierische Einheit, und sie hat ein schwarz-weißes Wappen. Verblüffend ähnlich sieht das neue Logo von Peugeot aus, nur dass es bei den Franzosen nicht um Hunde, sondern den Löwen geht. Der prangt majestätisch wie nie am Kühlergrill des neuen 308, jenes Kompaktmodells, das traditionell im eigenen Land gegen den Renault Mégane und international gegen den VW Golf antritt. 7 Millionen verkaufte Autos sind solide Basis und Verpflichtung zugleich. Im Oktober kommt er nach Deutschland.

Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
Hinter dem Wappen kauern die Insignien der Nacht, Radar und Sensoren zur Speisung der Assistenzsysteme blicken aus ihrer Deckung heraus nach vorn. Mit Hilfen zum Fahren und komfortablen Zutaten wie verklebten Strukturteilen, geräuschdämmendem Glas, Lenkradheizung, LED-Scheinwerfern, Ambientelicht, Getränkehaltern, induktiver Ladeschale und USB-C-Buchsen ist der 308 gespickt. Er bietet auf 4,36 Meter Länge etwas mehr Platz vor allem in der zweiten Reihe, weil der Radstand gestreckt wurde.
Die gesamte Silhouette setzt auf Dynamik. Das zunächst statisch vorgestellte neue Modell ist einen Hauch flacher, die Windschutzscheibe ist stärker als bisher geneigt und setzt weiter hinten an, zum Abschluss gesellt sich ein langer Spoiler, und vorn leuchtet das charakteristische Tagfahrlicht. In den Kofferraum passen rechnerisch 412 bis 1323 Liter.

Neu vorgestellt
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Peugeot 308
Im Inneren beschreitet Peugeot seinen Weg fort mit einem nach oben gesetzten Cockpit, dessen Anzeigen futuristisch oder sehr futuristisch sind. Virtuelle Tasten und ein frisch gestaltetes Bedienelement um den Gangwahlschalter herum sind Zeichen einer jungen Zeit. Motorisch umgreift das recht überschaubare Angebot Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride sowie manuelle Sechsganggetriebe und eine Automatik mit acht Stufen. Den 1,2 Liter kleinen Benziner gibt es mit 110 oder 130 PS. Der Diesel mit 1,5 Liter Hubraum liefert 130 PS.
Der an der Steckdose in rund sieben Stunden aufladbare Hybrid hat 180 oder 225 System-PS, für die elektrische Strecke stehen 12,4 kWh parat. Damit lässt sich anschleichen an eine Konkurrenz, die sich das mutige Löwenbaby aufmerksam ansehen wird. Den Einstiegstarif vermuten wir zwischen 23.000 und 24.000 Euro.
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