
Elisabeth und Sergio Pax sind Eltern von Vierlingen. Die ersten zwei Jahre haben sie schon gemeistert. Wie sie ihren Alltag bewältigen? Indem sie sich gegenseitig ihre Freiräume zugestehen.
Es ist eine Szene, die auch Menschen ohne stark ausgeprägtes Elterngen rührt. Vier blonde Kinder, identisch groß und klar erkennbar miteinander verwandt, sitzen auf dem Sofa, vor sich ein Kinderbuch, das unterschiedliche Melodien abspielt. Sobald eine erklingt, klatschen alle voller Begeisterung mit; ihre Gesichter strahlen, ihre Oberkörper wackeln zur Musik. Was bei einem einzelnen Kleinkind schon niedlich anzuschauen wäre, wird durch die Multiplikation mit vier zu einem echten Highlight. Arthur, Hellen, Ronja und Sophie sind ein Erlebnis – und eine Megaaufgabe für ihre Eltern Elisabeth und Sergio Pax.
Denn Arthur, Hellen, Ronja und Sophie sind Vierlinge. Ende Mai werden sie zwei Jahre alt. Knappe fünf Stunden vor der Musikeinlage steht Elisabeth Pax allein in der Küche. Die Kinder sind seit dem Morgen in der Kita, und Sergio ist bei seiner 60-Prozent-Stelle in einem Freiburger Marketingunternehmen. Elisabeth backt Gemüsewaffeln in Herzchenform. Mehr als ein Dutzend stapeln sich schon auf einem Teller. „Früher hatte ich kein Waffeleisen“, sagt die 29-Jährige. Das Wort „früher“ betont sie dabei so, als würde sie von einem anderen Leben sprechen. Und irgendwie stimmt das ja auch. Seit die Kinder im Mai 2022 im Uniklinikum Freiburg zur Welt kamen, hat sich für sie und ihren Mann fast alles verändert.
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