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Was gibt es Schöneres, als an einem Frühlingsmorgen vom vielstimmigen Konzert der Vögel geweckt zu werden? Noch vor Sonnenaufgang erklingen aus Büschen und Baumwipfeln die typischen Gesänge: Amsel, Rotkehlchen oder Mönchsgrasmücke begrüßen den Tag, allen voran das früh aktive Rotschwänzchen. Auch die Nachtigall singt ausdauernd – vom Abend bis weit in den Vormittag. Doch nun, mitten im Sommer, ist es morgens plötzlich still. Wo sind all die Sänger geblieben?
Naturfreunden fällt jedes Jahr aufs Neue auf, dass das morgendliche Vogelkonzert ab Juni spürbar abnimmt. Im Juli und August sind viele Arten dann kaum noch zu hören oder zu sehen – sehr zum Unbehagen mancher Beobachter. Ist eine Krankheit im Umlauf? Wurden Bestände dezimiert? In den meisten Fällen ist die Ursache tatsächlich harmlos: Die Sommerstille ist ein natürlicher Bestandteil des Vogeljahres und hat vor allem mit Brutverhalten, Mauser und dem beginnenden Vogelzug zu tun.
Wenn Singen keinen Zweck mehr erfüllt

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