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Smartes Türschloss kaufen und direkt im Ökosystem des Herstellers feststecken. Das ist vielen passiert. Apple HomeKey? Funktioniert nicht mit Android. Irgendeine proprietäre Bluetooth-Lösung? Läuft nur mit einer bestimmten App auf ausgewählten Smartphones. Das Ergebnis war ein wilder Flickenteppich aus Insellösungen, die untereinander einfach nicht kompatibel waren. Aber genau das soll jetzt Geschichte sein.
Wie der neue Standard funktioniert
Hinter der neuen Lösung „Aliro“ steckt die Connectivity Standards Alliance, kurz CSA. Dieselbe Organisation, die auch Matter ins Leben gerufen hat. Also den Standard, der dafür sorgt, dass deine smarten Geräte miteinander kommunizieren können. Während Matter die Kommunikation zwischen Geräten regelt, beantwortet Aliro eine einzige, aber entscheidende Frage: Hat diese Person Zutritt, ja oder nein?
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Aliro legt dabei nicht nur fest, wie Zugangsdaten (sogenannte Credentials) aussehen, sondern auch, wie sie übertragen werden. Dafür setzt der Standard auf drei bewährte Funktechnologien, die zusammen so ziemlich jeden Anwendungsfall abdecken:
- NFC (Near Field Communication): Kennst du vom kontaktlosen Bezahlen. Smartphone ans Schloss halten und die Tür geht auf. Und das Beste: NFC funktioniert sogar bei leerem Akku. Gerade an der Haustür ein echtes Sicherheitsnetz.
- Bluetooth Low Energy (BLE): Dieses Protokoll springt an, sobald du dich dem Schloss näherst, und kümmert sich um die Authentifizierung.
- Ultra-Wideband (UWB): Das ist die Technologie, die das Ganze wirklich spannend macht. UWB kann per präziser Distanzmessung, Ranging genannt, genau feststellen, ob du direkt vor der Tür stehst oder noch auf der Straße bist. Damit wird vollautomatisches, schlüsselloses Öffnen möglich, ohne dass Angreifer die Funksignale für sogenannte Relay-Attacken missbrauchen können.
Wichtig zu verstehen: Aliro und Matter machen grundsätzlich verschiedene Dinge. Matter kümmert sich ums Schloss im Netzwerk. Es sendet Befehle wie „Verriegle um 22 Uhr“ oder meldet eine schwache Batterie. Aliro prüft dagegen in Echtzeit, ob die Person vor der Tür reinkommt. Und das ganz ohne WLAN oder Hub, direkt zwischen Smartphone und Schloss. Ein modernes Smart Lock der Zukunft wird deshalb beide Standards an Bord haben.
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Apple und Google ziehen endlich am gleichen Strang
Was Aliro wirklich von anderen Tech-Initiativen abhebt, ist die Liste der Unterstützer. Apple, Google und Samsung sind alle mit dabei. Die Aliro-1.0-Spezifikation wurde im Februar 2026 offiziell veröffentlicht. Seitdem können Hersteller ihre Produkte zertifizieren lassen. Auf der CES 2026 präsentierten Unternehmen wie Aqara, SwitchBot und Uniloq (Xthings) ihre ersten kompatiblen Smart Locks. Nuki, einer der beliebtesten Anbieter, zeigte sogar schon auf der IFA 2025 in Berlin einen funktionierenden Prototypen.
Bildquellen
- samsung-wallet-funktion: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern
- A,Man,Install,A,Modern,Automatic,Access,Door: DreamHomeStudio / Shutterstock
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