#Wenn Komfort und Sparsamkeit zusammenfinden

Wenn Komfort und Sparsamkeit zusammenfinden

Auf der Geburtstagsfeier schildert ein Gast begeistert die Vorzüge seines Erdgasfahrzeugs und lobt die Sparsamkeit und die geringen Kraftstoffpreise. 100 Kilometer Reichweite für weniger als fünf Euro seien realistisch. Dass dieser alternative Antrieb leider keine Zukunft hat, weil keine neuen Fahrzeuge entwickelt werden, hat er mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Nötigenfalls könne er ja komplett auf Benzin umsteigen, weil sein Wagen einen vollwertigen 50-Liter-Tank hat. Wir waren an diesem Abend mit dem Audi A3 Sportback 30 g-tron angereist, es ist wie der im April beschriebene Škoda Octavia mit Erdgasantrieb einer der Letzten seiner Art – und eines der besten Erdfahrzeuge, das man noch kaufen kann.

Wie im VW-Konzern üblich, ist der Audi A3 monovalent ausgelegt, hat also nur einen kleinen Benzin-Nottank mit 9 Liter und nimmt mit drei CNG-Tanks insgesamt 17,3 Kilogramm Gas auf. Zwischen beiden Antriebsarten kann man nicht manuell umschalten. Es wird so lange mit Erdgas gefahren, bis die Tanks leer sind. Dann erfolgt automatisch die Umschaltung auf Benzin, welches auch gelegentlich beim Motorstart benötigt wird.

Keine manuelle Umschaltmöglichkeit zwischen Gas und Benzin

Der Erdgas-A3 kommt schon in der Standardausstattung mit Siebengang-Automatikgetriebe und hat Frontantrieb. Der 1,5-Liter-Vierzylinder leistet 131 PS, das maximale Drehmoment beträgt 200 Newtonmeter. Damit ist das inklusive Fahrer 1430 Kilogramm wiegende Fahrzeug gut motorisiert, wenngleich nicht aufs schnelle Fahren abgestimmt. Der Standardspurt ist in etwas weniger als 10 Sekunden absolviert, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

In der Standardausstattung mit Siebengang-Automatikgetriebe und hat Frontantrieb.



Bilderstrecke



Fahrbericht
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Audi A3 mit Erdgas

Auch bei diesem Erdgasfahrzeug gilt: Alles ist drin. Als wir zu besagter Geburtstagsfeier rund 100 Kilometer anreisten und den Gasfuß auf der Autobahn zügelten, zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von spektakulären 3,3 Kilogramm an. Dafür muss man sich indes arg zurücknehmen. Retour ging es abends deutlich schneller, mit Leistung und Leidenschaft, und prompt standen 5,5 Kilogramm auf der Anzeige. Im gemischten Betrieb kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 4,58 Kilogramm und damit auf eine Erdgas-Reichweite von 380 Kilometer. Audi gibt einen Durchschnittsverbrauch von 3,6 Kilogramm und CO2-Emissionen von 99 Gramm pro Kilometer an.

Der Basispreis des nur als Sportback lieferbaren Erdgas-A3 beginnt bei 32.000 Euro, er ist damit also nur 600 Euro teurer als der vergleichbare A3 Sportback 35 TFSI mit S-Tronic und 150 PS und 400 Euro günstiger als der 30 TDI Diesel mit S-Tronic und 116 PS. Auch das ist eine Ansage, die man sich im Erdgasbereich schon früher gewünscht hätte und nicht erst jetzt, wo die Technik dem Ende entgegenfährt. Serienmäßig bringt der Erdgas-A3 LED-Scheinwerfer mit, ferner ein digitales Kombiinstrument und eine reichhaltige Ausstattung mit Assistenzsystemen.

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