#Wieso die Altersfreigabe von Silent Hill f in Japan besonders beachtenswert ist

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Mit Silent Hill f steht der nächste Hauptteil der legendären Horrorreihe in den Startlöchern, und schon jetzt sorgt der Titel für eine Premiere innerhalb der Serie. Das Spiel erhält in Japan nämlich die Altersfreigabe CERO Z, ist also erst ab 18 Jahren freigegeben.
Dass ein Silent Hill in einigen Ländern ab 18 Jahren freigegeben wird, scheint auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich. Tatsächlich ist es aber das erste Mal, dass ein Spiel der Reihe diese höchste Altersfreigabe der CERO erhält. Und nicht nur deshalb ist das besonders.
In Japan ist eine Freigabe CERO Z ab 18 Jahren nämlich durchaus folgenreich und geht mit weitaus weniger Sichtbarkeit einher. CERO Z wird von der japanischen Regierung reguliert und anders als in Deutschland ist ein CERO-Z-Rating keine Empfehlung, sondern eine Vorgabe. Eine Freigabe „CERO Z“ gilt es normalerweise für Publisher zu vermeiden.
Silent Hill f hebt sich also nicht nur durch sein japanisches Setting von seinen Vorgängern ab, sondern auch durch seine Einstufung. Bislang erhielten alle nummerierten Hauptteile von Silent Hill bis Silent Hill 4: The Room eine „CERO C“-Bewertung und sind damit ab 15 Jahren freigegeben, wie Automaton Media zurückblickt. Selbst das Silent Hill 2 Remake, das von der ESRB Mature (ab 17) und von der USK ab 18 eingestuft wurde, blieb in Japan bei CERO C. Andere Ableger, die außerhalb Japans entwickelt wurden, erreichten maximal CERO D, sind also ab 17 freigegeben.
Homecoming erschien nie in Japan
Ein Sonderfall innerhalb der Reihe ist Silent Hill: Homecoming von 2008. Das Spiel war und ist für seinen hohen Gewaltgrad bekannt und erschien nie offiziell in Japan. Konami erklärte damals gegenüber GIGAZINE, dass die Lokalisierung letztlich verworfen wurde, weil das Spiel für den japanischen Markt als ungeeignet galt. Hätte Homecoming doch eine Veröffentlichung in Japan erhalten, wäre möglicherweise bereits damals eine „CERO Z“-Einstufung erfolgt oder es hätte gar keine Freigabe bekommen. Auch heute kommt es noch regelmäßig vor, dass Publisher bei der CERO anecken oder sich selbst zensieren, um niedrigere Freigaben zu erlangen.
Konami jedenfalls scheint mit der CERO-Behörde einer Meinung zu sein. Zur Ankündigung warnt man SpielerInnen und Fans mit einem Disclaimer: Das Spiel thematisiert „Geschlechterdiskriminierung, Kindesmissbrauch, Mobbing, drogeninduzierten Halluzinationen, Folter und grafische Gewalt“. Fans werden ermutigt, bei Unwohlsein eine Pause einzulegen oder mit jemandem darüber zu sprechen.
via Automaton Media, Bildmaterial: Silent Hill f, Konami, NeoBards Entertainment
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