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Auf den Gleisen gehen die Bergungsarbeiten weiter, während sich am Dienstag das spanische Königspaar auf den Weg an den Ort des Zugunglücks nach Andalusien macht. Am Morgen ist die Zahl der Toten auf 41 gestiegen, 39 Verletzte liegen noch in verschiedenen Krankenhäusern, unter ihnen 13 Schwerverletzte auf der Intensivstation. Im Auswärtigen Amt in Berlin geht man davon aus, dass sich auch deutsche Staatsangehörige „unter den Betroffenen“ seien. Über die Anzahl gibt es bislang keine weiteren Angaben.
Am Unfallort in der Nähe von Adamuz wird nicht ausgeschlossen, dass unter den Trümmern der Waggons des Alvia-Zuges weitere Leichname liegen könnten. 43 Personen sind noch als vermisst gemeldet. Mit zwei Kränen soll an der schwer zugänglichen Böschung der herabgestürzte Zugteil angehoben und geborgen werden.
Die Suche nach der Ursache läuft
Seit Sonntag suchen Angehörige und Freunde nach Vermissten. Bei dem Unglück wurden vier Mitglieder einer Familie aus der Gegend von Huelva getötet. Nur die sechs Jahre alte Tochter überlebte. Sie konnte sich durch ein Fenster aus dem Alvia-Zug befreien. Ebenfalls aus Huelva stammte ein bekanntes Journalistenehepaar, das die Kollision ebenfalls nicht überlebte.
Die Suche nach der Unfallursache konzentriert sich inzwischen auf die Gleise, die an mehreren Stellen auf einem längeren Abschnitt beschädigt und zum Teil umgestürzt waren. Menschliches Versagen und Sabotage werden bisher ausgeschlossen. Es habe einen „Schienenbruch“ gegeben, bestätigte am Dienstag Verkehrsminister Óscar Puente in einem Rundfunkinterview. Nun gelte es herauszufinden, ob er Ursache oder Folge des Unglücks sei.
„Wahrscheinlich wird uns das, was dort passiert ist, noch überraschen“
Die Ermittlungen seien immer noch in einer „sehr frühen“ Phase, sagte der Minister: „Man muss abwarten. Wahrscheinlich wird uns das, was dort passiert ist, noch überraschen.“ Bisher sei der Wagen mit der Nummer 6 des Iryo-Zuges, der zuerst aus den Schienen gesprungen war, noch nicht untersucht worden. Der entgleiste Iryo war mit dem Alvia auf dem Gegengleis kollidiert.
Der Zugverkehr von Madrid nach Andalusien bleibt wegen der komplizierten Bergungsarbeiten und der aufwändigen Suche der Unfallursache unterbrochen. Erst am 2. Februar werde voraussichtlich der vollständige Verkehr wieder aufgenommen, hieß es. Reisende auf dem viel befahrenen Südkorridor in Richtung Córdoba, Málaga und Sevilla müssen auf Busse oder Flugzeuge umsteigen oder einen großen Umweg über die Extremadura fahren.
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