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#Bally bleibt seiner Heimat treu

Bally bleibt seiner Heimat treu

Für Laien sieht es einfach aus wie ein feines Stück Leder. Das geschulte Auge von Enzo Rinaldi indes erkennt jeden auch noch so kleinen Flecken auf dem Naturprodukt, aus dem alsbald ein edler Herrenschuh der Marke Bally wird. Der 61 Jahre alte Handwerker arbeitet seit vier Jahrzehnten für den traditionsreichen Schweizer Schuhhersteller. In der Werkshalle in Caslano, einer kleinen Gemeinde im Tessin, ist er für den richtigen Zuschnitt des Kalbsleders zuständig. Einsprengsel sind allenfalls ganz am Rand der Lederlappen zulässig, denn dann verschwinden sie im weiteren Produktionsprozess in einer Naht. Der Teil des Oberleders, auf den der spätere Träger dieses Schuhs am Ende herabblickt, ist indes vollkommen makellos.

Bis es jedoch so weit ist, legen noch viele weitere Kollegen von Rinaldi Hand an. Die Halle in Caslano wirkt wie aus der Zeit gefallen. Rund 100 Handwerker bedienen dort altertümlich wirkende mechanische Geräte, um das Schuhwerk in insgesamt 230 Arbeitsschritten zu vollenden. Um den oberen Teil des Schuhs zu formen, nähen die Schuster verschiedene Lederstücke mit einem starken Garn zusammen. Anschließend nageln sie den über einen Leisten gezogenen Lederschaft auf die Einlegesohle. Um dann den charakteristischen Lederrahmen auf den Schaft und die Einlegesohle zu nähen, braucht es viel Fingerspitzengefühl – und eine gehörige Portion Vorsicht, damit die Fingerkuppen heil bleiben. Der Lederrahmen definiert die Silhouette des Schuhs und garantiert dessen Langlebigkeit. Er wird mit der Ledersohle vernäht, die aus acht bis elf Schichten besteht. Abschließend schleifen und lackieren die Schuster die Sohle. Das Oberleder polieren sie von Hand, was viel Erfahrung erfordert, um jeweils genau den ge­wünschten Farbton zu treffen.

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