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#Bayer macht zehn Milliarden Euro Verlust

Bayer macht zehn Milliarden Euro Verlust

Milliardenschwere Abschreibungen im Agrargeschäft und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten haben Bayer im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. 2020 fiel deshalb ein Verlust von 10,5 Milliarden Euro an, teilte der Agrar- und Pharmakonzern am Donnerstag mit.

Deutliche Ergebniseinbußen, vor allem zum Jahresende, musste Bayer in der Agrarsparte sowie im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten hinnehmen. Im vierten Quartal schrumpfte der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) um mehr als drei Prozent auf 2,39 Milliarden Euro und verfehlte damit die Analystenerwartungen. Im Gesamtjahr lag er mit 11,46 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.

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Gegenwind bekommt Bayer auch von negativen Wechselkurseffekten. Der Umsatz sank deshalb um knapp fünf Prozent auf 41,4 Milliarden Euro, währungsbereinigt lag er auf Vorjahresniveau.

Auch in diesem Jahr bremsen Währungseffekte den Konzern: Bereinigt um diese peilt Bayer einen Umsatz von etwa 42 bis 43 Milliarden Euro und einen bereinigten Betriebsgewinn von 11,2 Milliarden bis 11,5 Milliarden an. Inklusive Währungseffekten geht das Management von einem stagnierenden Umsatz von etwa 41 Milliarden Euro und einem bereinigten Betriebsgewinn von 10,5 Milliarden bis 10,8 Milliarden aus.

Dividende sinkt auf zwei Euro

Die Aktionäre des Leverkusener Unternehmens müssen sich für das vergangene Jahr mit einer niedrigeren Dividende begnügen. Sie sinkt um 80 Cent auf zwei Euro je Aktie.

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Für Bayer wurde im vergangenen Jahr mit der Agrarsparte ausgerechnet der Bereich zum Belastungsfaktor, den die Leverkusener 2018 mit der milliardenschweren Monsanto-Übernahme ausgebaut hatten. Alleine im vierten Quartal brach das bereinigte Ergebnis im Agrargeschäft, auch wegen gesunkener Nachfrage im wichtigen Markt Nordamerika, um 30 Prozent ein. Die Belastungen im Agrargeschäft führten zu milliardenschweren Wertberichtigungen im vergangenen Jahr.

Zudem wird der Glyphosat-Vergleich, mit dem Bayer die Klagewelle wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Herbizids vom Tisch bekommen will, teurer als gedacht. Bei den Rechtsstreitigkeiten hatte sich das Unternehmen Anfang Februar mit den Klägeranwälten darauf geeinigt, wie künftige Klagen gehandhabt und beigelegt werden sollen und wartet nun darauf, dass das zuständige Gericht die Vereinbarung genehmigt.

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