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#Der Kampf ums Wasser

Der Kampf ums Wasser

Als Tesla-Chef Elon Musk im vergangenen Herbst die Baustelle für die Fabrik des amerikanischen Elektroautoherstellers im brandenburgischen Grünheide besichtigte, da hatte er auf die Frage nach dem Wasserproblem eine einfache Antwort: Es gibt keines. Also kein Problem. „Ich meine, wir sind ja hier nicht in der Wüste“, sagte Musk und zeigte auf die stattlichen Kiefern, die am Rand der A10 südöstlich von Berlin wachsen. Wo Bäume sind, da sei auch Wasser. Die Sorge von Anwohnern vor einer drohenden Wasserknappheit in der Region? Völlig unbegründet.

Doch ganz so einfach, wie der Selfmade-Milliardär die Sache darstellt, ist sie nicht. Zwar hat der örtliche Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) nach seiner anfänglichen Kritik inzwischen zugesichert, dass er den Bedarf von Tesla in der ersten Ausbaustufe des Werks decken kann. Rund 1,4 Millionen Kubikmeter kann der Autohersteller demnach jährlich nutzen, wenn die Produktion – sofern die noch ausstehende Genehmigung erteilt wird – im Lauf des Sommers startet. Doch WSE-Chef André Bähler hat auch deutlich gemacht, dass damit die Reserven vor Ort erschöpft sind. Da Tesla aber noch weitere Produktionshallen auf dem Gelände plant, allen voran eine Batteriezellenfertigung, gibt es ein Problem. Und zwar kein kleines.

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Wer ist wichtiger – die Fabrik oder 170.000 Einwohner?

Der Kampf ums Wasser, um das „blaue Gold“, ist nicht neu. Bislang spielte er allerdings vor allem in anderen Ländern. Am Aralsee an der Grenze von Kasachstan zu Usbekistan zum Beispiel, der einst eines der größten Binnengewässer der Welt war und nun eine Wüstenlandschaft ist, weil das Wasser auf die umliegenden Baumwollfelder umgelenkt wurde. Auch im Süden Spaniens ist Wasser ein umkämpftes Gut, seit die Landwirte es in großen Mengen zur Bewässerung der Plantagen einsetzen, die Europas Verbraucher mit Obst und Gemüse versorgen. Drohen jetzt auch Verteilungskämpfe in Deutschland? Entweder Wasser für Tesla oder für die 170.000 Menschen, die im Umfeld der Fabrik leben und denen sich der Wasserverband in erster Linie verpflichtet fühlt? Wenn das so wäre, könnte es mit weiteren Industrieansiedlungen in Deutschland schwierig werden.

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Geht es nach dem örtlichen Wasserverband, muss die Brandenburger Landesregierung jetzt überlegen, wie sich mehr Wasser nach Grünheide und Umgebung bringen lässt. Das Umweltministerium in Potsdam verweist dagegen auf die Zuständigkeit der Kommunen – das übliche Pingpong-Spiel. Im vergangenen Jahr war kurzzeitig eine Fernwasserleitung aus dem rund 90 Kilometer entfernten Eisenhüttenstadt im Gespräch. Doch diese Idee zerschlug sich wieder. Zwar gäbe es dort noch Reserven, aber diese sollen für eigene Ansiedlungsprojekte genutzt werden. Nun ruhen die Hoffnungen auf einem Grundwasservorkommen in Hangelsberg, etwa 20 Kilometer von der Tesla-Fabrik entfernt. Doch noch ist nicht klar, ob und wann diese erschlossen werden können. Bislang gibt es nur eine Vorerkundung.

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