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#Diese Filmmomente sollten Horrorfans kennen

Welche Filmszenen bleiben aufgrund ihrer verstörenden Wirkung besonders präsent im Gedächtnis kleben? In unserer Liste liefern wir euch sieben solcher unvergesslicher Momente, die einen schockiert im Kinosessel oder auf der Couch zurückgelassen haben.

Egal ob Body-Horror, zwischenmenschliche Beziehungen oder die Schrecken des Krieges: Filme können uns auf unterschiedlichste Weise verstören. Welche Momente uns aus mehr als 125 Jahren Filmgeschichte nachhaltig beeinflusst haben, erfahrt ihr in der nachfolgenden Liste.

Vorab allerdings noch zwei Anmerkungen: Die Liste ist rein subjektiv, sodass hier womöglich einige der Szenen, die ihr als absolut verstörend erachtet, nicht vorzufinden sind. Außerdem nehmen die Schilderungen teils wichtige Aspekte der Handlung vorweg, weshalb wir hier eine Spoiler-Warnung für die weiter unten aufgelisteten Filme aussprechen.

„Suspiria“ (2018)

Im Jahr 1977 verfilmte der Grusel-Meister Dario Argento die Essay-Sammlung „Suspiria de Profundis“ von Thomas De Quienceys. Das italienische Werk zählt heute zu den großen Horror-Klassikern des italienischen Kinos. In den 2010er-Jahren nahm sich schließlich Luca Guadagnino einer Neuverfilmung an, die nur noch lose auf dem Dargento-Klassiker basiert.

„Suspiria“ aus dem Jahr 2018 entführt euch in eine Berliner Tanzschule der 1970er-Jahre. Die junge Amerikanerin Susie Bannion (Dakota Johnson) gewinnt im Handumdrehen das Vertrauens der Ballettmeisterin und Leiterin der Schule Madame Blanc (Tilda Swinton). Doch im Verlauf des Film fällt die Fassade und wir erfahren, dass Blanc und die anderen Lehrerinnen einen Hexenzirkel bilden. Als schließlich das Finale eingeläutet wird und ein wildes Ritual startet, verfällt der Streifen dem grotesken Horror: Nackte Körper performen einen absurden Tanz, Madame Blanc wird der halbe Kopf abgerissen, der Raum von Blutfontänen überströmt und eine widerwärtige Hexengestalt taucht auf und tötet die deformierte Mutter Markos sowie ihre Untertanen. Dieses Ende ist ein verstörendes Gore-Fest, wie es im Buche steht.

Auch das aktuelle Filmjahr liefert euch manch ein Horror-Highlight. In unserem Video erfahrt ihr, welche Werke ihr euch als Genrefans auf die Watchlist setzen solltet:

„Funny Games U.S.“ (2007)

Bestialisches Handeln ohne irgendein rationales Motiv? In „Funny Games U.S“, dem US-amerikanischem Remake von Michael Hanekes „Funny Games“, geht es genau um dieses Phänomen. Das Ehepaar Ann (Naomi Watts) und George (Tim Roth) macht gemeinsam mit ihrem Sohn Georgie (Devon Gearhart) Ferien in ihrem Haus auf Long Island. Als jedoch die zwei zunächst höflichen Herren Paul (Michael Pitt) und Peter (Brady Corbet) auftauchen, verwandelt sich ihr Urlaub ganz schnell in ihren schlimmsten Albtraum.

Egal ob in dem österreichischen Original oder der Neuauflage: Eine Szene bricht euch mit ihrer ungehemmten Brutalität. Das Psychopathen-Duo spielt ein perfides Spiel mit der Familie. Sie spielen ein Auszählspiel zwischen den Familienmitgliedern und derjenige, der ausgezählt wurde, soll erschossen werden. Als der kleine Georgie jedoch einen Fluchtversuch startet, feuert Peter aus Reflex die Schriftflinte ab und als nächstes sehen wir bloß die Blutspritzer auf dem laufenden Fernseher. Gnadenlose Brutalität, die gar nicht so explizit in Szene gesetzt wird, dafür aber umso stärker nachwirkt.

„Trainspotting“ (1996)

„Trainspotting“ gehört für viele Filmfans zu den großen Kultfilmen der 1990er-Jahren. Das von Danny Boyle inszenierte Drama rund um den Heroinabhängigen Mark Renton (Ewan McGregor) und seine Clique wurde sogar in der Liste der 100 besten britischen Filme des Empire Magazins auf Platz 8 gewählt. Bei dem Film handelt es sich um eine Adaption des gleichnamigen Romans von Irvine Welsh.

Die verstörendste Szene von „Trainspotting“ zeigt dabei gar nicht, was genau passiert ist, sondern lediglich, wie die Figuren auf das Geschehene reagieren. Eines Tages kreischt eine drogenabhängige Freundin von Mark, während sie völlig verzweifelt durch die heruntergekommene Wohnung stolpert. Erst einige Sekunden später erfahren wir, was der Grund für ihren Nervenzusammenbruch ist: Aufgrund ihres Drogenkonsums hat sie ihr Baby vernachlässigt, das vollkommen reglos und mit offenen Augen in dem Bettchen liegt. Ein furchtbares Bild, das man nie wieder vergisst.

„Schindlers Liste“ (1993)

Bei diesem Eintrag kann nicht nur eine Szene, sondern das gesamtes historisches Ereignis als verstörend bezeichnet werden. Denn der Zweite Weltkrieg ist der Inbegriff von Schrecken. In der auf wahren Begebenheiten basierenden Handlung von „Schindlers Liste“ erzählt Regiealtmeister Steven Spielberg die Geschichte des titelgebenden Unternehmers Oskar Schindler, dargestellt von Liam Neeson.

Der Film beinhaltet einige Szenen, die die menschenverachtenden Verbrechen der Nationalsozialist:innen skizzieren, doch insbesondere das in Szene gesetzt Morgenritual von Amon Göth (Ralph Fiennes) lässt euch vollkommen zerstört zurück. Denn der sadistische SS-Offizier griff morgens nach dem Aufstehen zum Gewehr und erschoss vom Balkon seiner Villa aus willkürlich Inhaftierte des nebenliegenden Konzentrationslager Plaszow. Eine abgrundtief grausame Szene, die – im Vergleich zu unseren anderen Einträgen – aufgrund des wahren Hintergrunds auf eine gänzlich andere Weise verstört.

Mit seinen Taten hat Oskar Schindler zahlreichen Jünd:innen das Leben gerettet und ging als Held in die Geschichtsbücher ein. Welche unglaublichen, aber wahren Geschichten ebenfalls verfilmt wurden, erfahrt ihr in dem nachfolgenden Video:

„Hellraiser“ (1987)

Mit „Hellraiser“ begeben wir uns in die Gefilde des Body-Horrors. Ein Jahr nachdem Clive Baker seine Novelle „Das Tor zur Hölle“ veröffentlicht hat, adaptierte er den Lesestoff 1987 für die große Leinwand. Die in Deutschland seit 2011 erhältliche Originalfassung schildert die Geschichte der Familie Cotton, die auf übernatürliche Art im Reich der sogenannten Zenobiten landet.

Im Reich der Zenobiten kommt es nicht selten zu teuflischen Experimenten an Menschen oder der Verstümmelung von Körpern. Doch der Tod von Frank Cotton sticht aus dem schrecklichen Filmgeschehen heraus wie kein anderer. Kurz vor seinem Tod gehen der Figur die Worte „Jesus weinte um Lazarus“ (im Original „Jesus wept“) über die Lippen, während ihn etliche Ketten, Haken und Nadeln durchbohren und anschließend sein Gesicht wie auch sein Körper zerrissen werden. Ein wahrlich ekelhafter Anblick, der für viele Genrefans zu den besten Momenten der Reihe gehört.

„Die 120 Tage von Sodom“ (1975)

Kurz bevor der italienische Filmschaffende Pier Paolo Pasolini im Jahr 1975 ermordet wurde, erschien mit „Die 120 Tage von Sodom“ nicht nur sein letzter Film, sondern auch eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte. Die filmische Interpretation des gleichnamigen Episodenromans von Marquis de Sade ist aufgrund seiner expliziten Darstellungen von Vergewaltigung, Folter und Mord in zahlreichen Ländern verboten, in Deutschland jedoch in ungekürzter Fassung erhältlich.

In seiner in rund zwei Stunden gepresste Verurteilung des Faschismus reiht Pier Paolo Pasolini eine makabre Szene an die nächste. In einigen dieser Szenen sehen wir bloß die faschistischen Herren auf das von ihnen verursachte Unheil reagieren, doch in manchen Szenen wirft euch der italienische Filmemacher direkt mit der Nase in das Schreckensszenario. Dabei bleibt wohl kaum ein Moment so prägnant in den Hirnwindungen kleben, wie die Demütigung von Renata (Renata Moar), die beschimpft, misshandelt und anschließend gezwungen wird, menschliche Fäkalien zu essen.

„Der letzte Tango in Paris“ (1972)

Mit „Der letzte Tango in Paris“ hat Bernardo Bertolucci einen höchst kontroversen Film geschaffen, der von einigen Filmfans als Meisterwerk gehandelt wird, während andere das 129-minütige Drama als absolutes Schundwerk abstempeln. Der Film fokussiert sich auf den US-Amerikaner Paul (Marlon Brando), der sich in einer Pariser Wohnung mit der jungen Jeanne (Maria Schneider) trifft, um mit ihr über seine Probleme zu reden und mit ihr zu schlafen.

In einer Szene eskaliert jedoch das Lustspiel und es kommt zu einer Vergewaltigung, die euch aufgrund ihrer Authentizität absolut aus der Fassung wirft. Denn wie The Guardian berichtet, hat die Darstellerin Maria Schneider nichts von dem Geschehen sowie der in der Szene zum Einsatz kommenden Butter gewusst. Die Szene stand nicht im Drehbuch, da der Regisseur der Schauspielerin ihre wahre Reaktion entlocken wollte. Eine Szene, die demnach nicht nur in der Fiktion absolut verstörend ist.

Wenn ihr euch „Suspiria“ oder „Schindlers Liste“ ansehen möchtet, könnt ihr die beiden Filme mit einer Mitgliedschaft bei Prime Video streamen. Die restlichen Werke könnt ihr euch hingegen bei Amazon auf DVD oder Blu-ray sichern.

Ihr seid wahre Horror-Fans? Dann beweist uns eure Expertise jetzt in unserem Quiz:

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