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#Erst erlaubt, dann verboten – Tödlicher Roboter im Einsatz

„Erst erlaubt, dann verboten – Tödlicher Roboter im Einsatz“

Die Polizei der US-amerikanischen Metropolstadt San Francisco hat vor wenigen Tagen den Einsatz eines tödlichen Roboters genehmigt. Nachdem die Stadt von Bürgerrechtsgruppen stark kritisiert wurde, machte das Aufsichtsgremium die Entscheidung rückgängig.

Polizeibeamten
Polizei warntBildquelle: Jonas Augustin / unsplash.com

Der Roboter sollte zur Liquidierung gefährlicher Täter wie Massenschützen und Selbstmordattentäter eingesetzt werden. Doch das Aufsichtsgremium zog die Genehmigung in einer neuen Version der Polizeirichtlinien zurück, um diese weiter zu überprüfen und kommende Woche eine finale Entscheidung zu treffen. Gordon Mar, US-amerikanischer Politiker, welcher zuerst für den Einsatz stimmte, sprach sich nachträglich ebenfalls dagegen aus: „Ich fühle mich zunehmend unwohl mit unserer Abstimmung und dem Präzedenzfall, den sie für andere Städte schafft.“

Eine deutliche Mehrzahl aus dem Aufsichtsgremium sprach sich anschließend ebenfalls gegen den Einsatz der sogenannten „Killer-Roboter“ aus. Falls die Entscheidung zum Einsatz von Killer-Robotern nicht widerrufen werde, drohen weitere Politiker mit einem Volksentscheid. Dean Preston, ein weiterer regionaler Politiker, der gegen solch eine Entscheidung ist, erklärt: „Die Bürger von San Francisco haben sich laut und deutlich geäußert: In unserer Stadt ist kein Platz für tödliche Polizeiroboter.“ Um steigende Kriminalitätszahlen einzudämmen, müsse es andere Wege geben. Der Ausbruch der Coronapandemie sorgte für eine deutliche höhere Quote an Gewaltverbrechen. Deswegen erhielt die Polizei die Erlaubnis, in mehreren Bereichen einzugreifen.

Polizei-Roboter: Mehrere Versuche Kriminalität einzudämmen

Als erste Stadt in den USA wollte San Francisco erst vor drei Jahren den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologien einführen. Doch die lokalen Behörden hatten dies untersagt. Im September gestatteten die Verantwortlichen allerdings den Live-Zugriff auf jegliche privaten Überwachungskameras. Mit einer Einverständniserklärung des Besitzers kann die Polizei nun auch ohne Gerichtsbeschluss auf Videoaufzeichnungen verschiedenster Geschäfte und Privathäuser zugreifen. „Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum es eine schlechte Idee ist, Roboter zu bewaffnen“, sagte Professor Peter Asaro von der New School in New York dem Magazin „Wired“. Laut Asaro, der die Automatisierung der Polizeiarbeit erforscht, sei die Entscheidung der Weg zur Militarisierung der Polizei. Er fügte hinzu: „Man kann sich einen möglichen Anwendungsfall vorstellen, in dem es im Extremfall nützlich ist, wie zum Beispiel bei Geiselnahmen, aber es gibt alle Arten von schleichenden Einsätzen.“

„Es gibt keine ausreichende Anzahl von Anwendungen, bei denen dies Dinger nützlich sind.“ Durch die Einführung von Killer-Robotern sei das Verhältnis zwischen der Polizei und der Bevölkerung gefährdet, so Asaro.

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  • Polizei warnt: Jonas Augustin / unsplash.com

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