GitHub unter Microsoft: Gibt es noch viel größere Probleme?

GitHub unter Microsoft: Gibt es noch viel größere Probleme?

Inhaltsverzeichnis

GitHub unter Microsoft: Gibt es noch viel größere Probleme?

Vergangene Woche hatten wir in dieser Stelle bereits berichtet, dass Microsofts Entwicklerplattform GitHub vor allem aufgrund des zunehmenden Einsatzes agentischer KI in der Softwareentwicklung die Kapazitäten knapp werden und gleichzeitig die Kosten aus dem Ruder laufen. Die akute Folge davon sind zunächst ein Aufnahmestopp für neue zahlende Kunden von GitHub Copilot sowie zusätzliche Beschränkungen. Unter der Haube könnte allerdings noch wesentlich mehr los sein.

Das berichtet Kollege Günther Born in einem Beitrag vom Wochenende und beruft sich dabei auch auf Recherchen vom Microsoft-Experten Tom Warren von TheVerge, der mit Mitarbeitern von GitHub sprechen konnte. Dieser hatte für seinen Newsletter Notepad recherchiert und zeichnet dabei ein recht düsteres Bild von Microsofts Entwicklerplattform, was sich auch in spürbaren Qualitätsmängeln äußern und letztlich ein ähnliches Bild wie zuletzt bei Windows 11 zeichnen soll.

Die Fettnäpfchen bei GitHub waren alleine in diesem Jahr in den ersten vier Monaten schon besonders zahlreich und reichten vom Irrlichtern von GitHub Copilot (mit entsprechenden Gegenmaßnahmen) über die Ankündigung vom Training der KI-Modelle durch eigenen Code bis hin zum Einblenden von Werbung bei vielen Entwicklern. Mittlerweile haben aber auch die Ausfälle der Plattform massiv zugenommen, was in einem kapitalen Desaster am vergangenen Donnerstag mündete, der auch diverse Repositories zerschossen haben soll.

Die Recherchen von Tom Warren gehen allerdings soweit, dass die Mitarbeiter bei GitHub die Führung von Microsoft mittlerweile kritisch betrachten und es eigentlich kein GitHub mehr gäbe. Was es allerdings gibt, ist ein massiver Exodus von erfahrenen Führungskräften, die Plattform selbst soll mehr oder minder kollabieren und die Reputation, die GitHub einst mal hatte, gehe zunehmend den Bach runter. Als erfahrener Microsoft-Blogger fühlt man sich da fast schon an die einstige Übernahme von Skype oder die Lumias von Nokia erinnert, wo das ein ähnliches Ende nahm.

Man muss dazu sagen: GitHub ist kein eigenständiges Tochterunternehmen mehr, sondern gehört zur CoreAI-Division bei Microsoft. Hier sind unter anderem auch Microsoft Edge, die Suchmaschine Bing und natürlich Copilot beheimatet. Wo bei den Verantwortlichen in dem Fall also die eigentlichen Prioritäten liegen… naja… fragt mal die Windows-Nutzer, die haben da so ihre Erfahrungen…

DrWindows News per WhatsApp: Abonniere unseren Kanal.

Über den Autor

Kevin Kozuszek

Kevin Kozuszek

Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und den Entwicklerthemen zu berichten hat. Beiträge über Edge, Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.

Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Technologie kategorie besuchen.

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert