Hands-on mit dem neuen Startmenü von Windows 11: Fast wunschlos glücklich

Hands-on mit dem neuen Startmenü von Windows 11: Fast wunschlos glücklich

Hands-on mit dem neuen Startmenü von Windows 11: Fast wunschlos glücklich

Seit Jahresbeginn fährt Microsoft eine Qualitätsoffensive bei Windows 11. Zu den am meisten sichtbaren Folgen führt das bei der Taskleiste und dem Startmenü. Bei diesen beiden zentralen Systemkomponenten adressiert Microsoft die teils seit Jahren andauernde Nutzerkritik. In diesem Beitrag werfen wir gemeinsam einen Blick auf das überarbeitete Startmenü.

Der neuen Taskleiste hatte ich mich zuvor in diesem Artikel gewidmet: Flexibel in Position und Größe: Hands-on mit der neuen Taskleiste für Windows 11

Über die Jahre oder genauer gesagt Jahrzehnte hinweg hat Microsoft das Startmenü von Windows immer wieder überarbeitet. So unterschiedlich die Ansätze auch waren, eine Konstante blieb: die kontroverse Diskussion darüber, ob diese Neuerungen nun gut oder schlecht sind.

Bei Windows 11 war das nicht anders. Hier gab es erneut umfangreiche Umbauarbeiten, die nicht allen Nutzern gefielen. Der für mich wichtigste „Produktivitäts-Hack“, den ich seit Windows Vista nutze, funktioniert aber weiterhin. Man drückt die Windows-Taste, tippt die Anfangsbuchstaben des Programms, welches man starten möchte, und schon hat man den passenden Treffer vor sich. Diese Arbeitsweise ist mir derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass es mir beinahe egal ist, wie das Startmenü aussieht, solange nur diese Funktion erhalten bleibt.

Windows 11 Startmenü – was ist neu?

Das neue Startmenü wird derzeit im „Experimenta“-Kanal des Windows Insider Programms getestet. Wann es für alle Nutzer kommt, steht aktuell nicht fest. Ebenso ist es möglich, dass es bis zum produktiven Rollout noch weitere Veränderungen gibt.

Folgende neue Einstellungen zur Anpassung des Startmenüs befinden sich unter Personalisierung/Start:

  • Die einzelnen Abschnitte für angeheftete Apps, „Aktuell“, empfohlene Inhalte und „Alle“ lassen separat ein- und ausschalten.
  • Die zuletzt verwendeten Dateien sowie die Dateiempfehlungen lassen sich separat kontrollieren. Die wichtigste Änderung: Schaltet man diese Option im Startmenü ab, führte das bislang auch zur Deaktivierung der Sprunglisten in der Taskleiste sowie im Explorer. Das ist künftig nicht mehr so, die Einstellung bezieht sich nur noch auf das Startmenü.
  • Es gibt zwei unterschiedliche Größen für das Startmenü. Diese schauen wir uns gleich anhand von Screenshots an.
  • Name und Profilbild lassen sich aus dem Startmenü ausblenden. Das soll bei Präsentationen für mehr Privatsphäre sorgen.

Die neuen Optionen für das Startmenü von Windows 11

Kleines Startmenü vs. großes Startmenü

Für die folgenden Screenshots habe ich alle verfügbaren Optionen im Startmenü aktiviert, um so den bestmöglichen Vergleich zwischen beiden verfügbaren Größen zu haben.

Kleines Startmenü

Das neue Startmenü von Windows 11 in der Einstellung "Klein"

Großes Startmenü

Das neue Startmenü von Windows 11 in der Einstellung "Gross"

Wo sind sie denn alle hin?

Deaktiviert man alle Abschnitte im Startmenü und blendet die Profilinformationen aus, führt das zu einem lustigen Effekt. Das Startmenü ist dann nämlich komplett leer.

Das leere Startmenü von Windows 11, wenn alle Abschnitte deaktiviert sind.

So mag ich es am liebsten

Meine Einstellungen sehen aktuell so aus: Die Größe des Startmenüs ist auf „Klein“ eingestellt. Der Abschnitt „angeheftete Apps“ ist eingeschaltet, der Abschnitt „Aktuell“ mit den zuletzt hinzugefügten Dateien und Apps ist aus. Der Abschnitt „Alle“ ist an und die Option „Am häufigsten verwendete Apps anzeigen“ ist aktiviert. Zudem habe ich die Listenansicht aktiviert. Die Kategorien mag ich nicht, weil man sie nicht individuell benennen und befüllen kann. Daran ändert sich auch erst einmal nichts.

Das neue Startmenü von Windows 11 mit individuellen Einstellungen

Fazit

Das sind alles willkommene Änderungen, mit denen Microsoft den Nutzern von Windows 11 mehr Kontrolle über das Startmenü gibt. Wenn jetzt noch die Kategorien flexibler und individuell anpassbar wären, blieben zumindest für mich keine Wünsche mehr offen.

Zwei Dinge bleiben aber garantiert konstant:

  • Auch mit dem neuen Startmenü werden einige Nutzer wieder unzufrieden sein.
  • Ich werde weiterhin mit dem oben erwähnten „Produktivitäts-Hack“ arbeiten und die Änderungen daher wieder einmal kaum bemerken.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

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