Integration gefragt!

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© Leibniz-Institut für Länderkunde 2025

Fast eine Viertelmillion Kinder aus der Ukraine gehen in Deutschland zur Schule.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zu einer festen Größe in deutschen Klassenzimmern geworden. Im Juni 2024 waren 194.644 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine an allgemeinbildenden Schulen angemeldet – das entspricht 2,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler bundesweit. Im zweiten Quartal 2025 stieg die Zahl weiter auf 227.349, was verdeutlicht, dass die meisten geflüchteten Familien mittelfristig in Deutschland bleiben.

Die Karte des Leibniz-Instituts für Länderkunde zeigt deutliche regionale Unterschiede. Die bevölkerungsreichsten Länder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg verzeichneten die höchsten absoluten Zahlen, in Bremen waren sie am geringsten. Betrachtet man jedoch den Anteil an der Gesamtschülerschaft (2024), ergibt sich ein anderes Bild: Hamburg (3,8 Prozent) und das Saarland (etwa 3 Prozent) stechen hervor.

Die Zahlen spiegeln das demografische Profil der ukrainischen Fluchtmigration wider: Laut Statistischem Bundesamt war fast ein Drittel der seit 2022 eingereisten Personen unter 18 Jahre alt. Schulen sind damit ein zentraler Ort, an dem sich Migration unmittelbar zeigt. Zudem verweist die geographische Verteilung auf Siedlungsmuster, die durch Wohnungsmarkt, kommunale Unterstützung und vorhandene ukrainische Netzwerke geprägt sind. Daraus resultierend entwickelt sich die Integration ukrainischer Kinder von einer akuten Krisenmaßnahme zu einer längerfristigen Aufgabe im deutschen Schulwesen.

Die ganze Karte noch einmal als pdf-Datei (1,77 MB) gibt es hier.

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