Jedi-Kräfte am Arm? Dieses Band steuert Maschinen

Jedi-Kräfte am Arm? Dieses Band steuert Maschinen
Jedi-Kräfte am Handgelenk? Ein unscheinbares MIT-Armband blickt per Ultraschall direkt in dein Gelenk. Eine KI scannt deine Sehnen in Echtzeit und steuert Roboter nur durch deine bloße Absicht. Ist das das Ende von Tastatur und Maus?

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Das MIT-Armband scannt Muskelbewegungen im Handgelenk und steuert damit zeitgleich eine Roboterhand.Bildquelle: Massachusetts Institute of Technology

Wer schon einmal eine VR-Brille aufhatte oder versucht hat, eine Drohne per Handgesten zu steuern, kennt das Problem. Sobald die Hand den Sichtbereich der Sensoren verlässt oder das Licht schlecht ist, bricht die Verbindung ab. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat nun eine Lösung präsentiert, die dieses Problem buchstäblich „unter die Haut“ löst.

Der Blick ins Innere: Ultraschall statt Kamera

Das Herzstück der neuen Technologie ist ein Armband, das mit Miniatur-Ultraschallwandlern bestückt ist. Anstatt die Hand von außen zu beobachten, sendet das Gerät Schallwellen in das Handgelenk des Nutzers. Dort werden die Bewegungen von Muskeln, Sehnen und sogar Bändern in Echtzeit gescannt.

Jede noch so kleine Fingerbewegung erzeugt ein spezifisches Muster im Inneren des Handgelenks. Da das System nicht auf optische Sichtverbindung angewiesen ist, funktioniert die Steuerung auch unter dem Ärmel, im Dunkeln oder wenn die Hand hinter dem Rücken gehalten wird.

KI als Dolmetscher zwischen Mensch und Maschine

Die rohen Ultraschalldaten wären für einen Computer allein kaum lesbar. Hier kommt eine hochspezialisierte Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Das neuronale Netz wurde darauf trainiert, die komplexen Ultraschall-Bilder sofort in digitale Steuerbefehle zu übersetzen.

In den ersten Testreihen des MIT waren die Ergebnisse verblüffend: Probanden konnten eine mechanische Roboterhand mit einer Präzision steuern, die bisher unvorstellbar war. Die Latenz war dabei so gering, dass die Tester mit der Roboterhand Klavier spielen oder einen Basketball zielsicher werfen konnten. Die Forscher sprechen hierbei von einem neuen Level des „Human-Machine-Interface“ (HMI).

Von Gaming bis Hochleistungs-Medizin

Die Einsatzmöglichkeiten für dieses Gadget sind gewaltig. Für die Gaming-Branche bedeutet es das Ende von Controllern oder unbequemen Tracking-Handschuhen. Doch die wirkliche Revolution könnte in der Medizin stattfinden. Chirurgen könnten künftig OP-Roboter allein durch ihre natürlichen Handbewegungen steuern, während sie hunderte Kilometer entfernt sitzen.

Auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen bietet die Technik Hoffnung. Prothesen könnten durch das Ultraschall-Band deutlich intuitiver angesteuert werden, da das System direkt dort ansetzt, wo die Bewegungsimpulse des Körpers entstehen.

Wann kommt das Jedi-Armband?

Noch handelt es sich um einen Prototypen aus dem Labor, doch die Kombination aus Wearable-Tech und KI ist marktreif. Das Ziel der Forscher ist es, die Technik so weit zu verkleinern, dass sie in handelsübliche Smartwatches integriert werden kann. Es könnte also gut sein, dass die nächste Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch uns nicht nur die Schritte zählt, sondern uns zum „Jedi“ im eigenen Smart Home macht.

Bildquellen

  • mit-wristband: Massachusetts Institute of Technology

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