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#Laschet oder Söder, das ist hier die Frage

Laschet oder Söder, das ist hier die Frage

Der Entscheidungsprozess für den Kanzlerkandidaten der Unionsparteien steht vor dem Ende. Das liegt nicht nur daran, dass der Zeitraum „zwischen Ostern und Pfingsten“ jetzt begonnen hat. Ihn haben die beiden Parteivorsitzenden und Kontrahenten Armin Laschet und Markus Söder als Zeitfenster für die Auswahl bestimmt. Es gilt vor allem, weil die Umstände sich ändern.

Johannes Leithäuser

Die Ungeduld des Parteigefolges ist so stark gewachsen, dass manche inzwischen den Kandidaten die Sache aus der Hand zu nehmen drohen. Nichts anderes bedeuten die Vorschläge, die am Dienstag von CDU-Abgeordneten wie dem Schleswig-Holsteiner Michael von Abercron gemacht worden sind. Demnach sollen einfach die Mitglieder der Unionsfraktion den gemeinsamen Kanzlerkandidaten bestimmen. Abercron hatte zuvor schon wissen lassen, er halte den CSU-Vorsitzenden Markus Söder als „bundesweit beliebten Ministerpräsidenten“ für den geeigneten Bewerber. Anderenfalls sei auch der Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus eine gute Wahl.

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Laschet unter Druck

Zwar lässt sich diese Aussage eines einzelnen CDU-Parlamentariers nicht auf die Kurzformel „Alle außer Laschet“ bringen. Aber dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten, der seit Mitte Januar die CDU führt, fällt es zunehmend schwerer, den Eindruck aufrechtzuerhalten, er sei der wahrscheinliche Sieger einer Kandidatenkür der Unionsparteien. Anders als sein Konkurrent aus Bayern hatte Laschet nicht die Gelegenheit, mit der Aussicht auf die Spitzenkandidatur zu spielen.

Er musste seit seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden auch den Anspruch auf das Kanzleramt erheben. Und anders als Söder, der umso gelassener und unbestimmter auf die Frage antworten konnte, ob er die Kandidatur erwäge, je mehr die Ergebnisse von Meinungsumfragen ihn in dieser Rolle sahen, hatte Laschet neben den schlechten Umfragewerten und dem verpflichtenden Anspruch auf die künftige Kanzlerrolle auch noch die Schwierigkeit zu schultern, gegenüber der aktiven Amtsinhaberin Profil gewinnen zu müssen.

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Diese Aufgabe hat der neue CDU-Vorsitzende nach Ansicht vieler in der Unionsfraktion nicht gemeistert. Er sei in seiner Rolle als Ministerpräsident daran sogar regelrecht gescheitert. Laschet habe mit seinem jüngsten Vorschlag von einem „Brücken-Lockdown“ nicht nur inhaltlich eine Kehrtwende vollzogen – zuvor galt er in Nordrhein-Westfalen eher als Anwalt einer „Öffnungspolitik“. Er habe sich zudem mit seiner Forderung, es müsse nun rasch eine Präsenz-Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin geben, sowohl von Merkel, als auch von den SPD-Länderregierungschefs abhängig gemacht. Und während die Sozialdemokraten gegenüber Laschets Forderung die Arme verschränkten und angaben, sie wüssten gar nicht, was solch ein Treffen solle, ließ das Kanzleramt wissen, man sei gern zu einem neuen Konferenztermin bereit. Vorher aber sollten sich die Bundesländer bitte über das weitere Vorgehen in Sachen Corona einig werden.

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Söder demonstrativ an Merkels Seite

Konkurrent Söder hat über Ostern hingegen mit einer Reihe von Schritten den Eindruck verstärkt, er sei von einem möglichen Bewerber um die Unions-Kanzlerkandidatur inzwischen zu einem entschlossenen Bewerber geworden. Erstens ließ Söder wissen, auch die Bundeskanzlerin müsse in die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur einbezogen werden. Während also Laschet in dem Bemühen erfolglos blieb, Profil gegenüber Merkel zu gewinnen, stellte Söder sich ihr demonstrativ an die Seite. Dann sekundierte am Dienstag der mächtigste Repräsentant der CSU in Berlin, der stellvertretende Unionsfraktionschef Alexander Dobrindt, der Forderung nach einer Einbeziehung der Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU: Der Kanzlerkandidat könne nicht „im Hinterzimmer oder am Frühstückstisch ausgemacht werden“, sagte er der „Bild“-Zeitung und: „Da haben die Bundestagsabgeordneten unserer gemeinsamen Fraktion ein erhebliches Mitspracherecht.“

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