Meist vergessen Ökonomen in ihren Wirtschaftlichkeitsberechnungen einen wesentlichen Faktor: den Preis der Natur. Im vorliegenden Grundlagenwerk für ein größeres Publikum erörtert der renommierte britische Wirtschaftswissenschaftler Partha Dasgupta zunächst die Kluft zwischen ‚menschlicher Nachfrage‘ und ‚zukunftsfähigem Angebot‘. Anschließend zeigt er auf, welche Möglichkeiten die Menschheit hat, um diese Kluft zu überwinden. Anhand von Beispielen aus der Praxis erläutert Dasgupta, wie sich Verhaltensänderungen hin zu mehr Nachhaltigkeit bewirken lassen. Denn es mindert schon jetzt den Wert unseres Lebens, dass kurzsichtige Verschwendung und der Raubbau an natürlichen Ressourcen keine Perspektive für den menschlichen Fortbestand eröffnen.
Wohltuend an diesem Buch sind vor allem seine Ideologiefreiheit und die nüchterne und wertschätzende Art, in der elementare Fragen verhandelt werden. Das Werk eignet sich nicht, um nur hier und da Rosinen herauszupicken, sondern erwartet etwas mehr Ausdauer von den Lesenden. Dafür werden sie mit einem umfassenden Überblick zum Stand der Umwelt- und Ressourcenökonomie und einer philosophischen Grundlage für die weitere Beschäftigung mit dem Thema belohnt. Stephanie Hanel
Partha Dasgupta:
Der Wert der Natur. Manifest für eine Ökonomie, die unsere Welt nicht zerstört.
Siedler Verlag. 288 S., 26 €
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