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#Tesla in Grünheide: Überholspur für die Gigafactory

Tesla in Grünheide: Überholspur für die Gigafactory

Geht es nur noch um wenige Tage oder um mehrere Wochen? Fakt ist: Noch immer hat das brandenburgische Landesumweltamt die finale Genehmigung für das Tesla-Werk in Grünheide nicht erteilt. Eigentlich sollte das Vorzeigeprojekt von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) schon im vergangenen Sommer grünes Licht bekommen. Doch es wurde Herbst, Winter und inzwischen Frühling. Auch der zuletzt genannte Termin – bis Ende März – verstrich, ohne dass etwas geschah.

Julia Löhr

Auf der Baustelle am Rand der A10 südöstlich von Berlin ist davon allerdings wenig zu spüren. Die Fabrikhallen stehen längst, der Innenausbau läuft auf Hochtouren. Tesla-Fans, die mit ihren Drohnen die Baufortschritte akribisch dokumentieren, sichteten zuletzt, wie Kräne der Marke Bang und Roboter von Dürr angeliefert wurden. Fotos deuten darauf hin, dass auch schon die ersten Schreibtische in den Büroetagen stehen. Kurzum: Alles sieht danach aus, als ob der ambitionierte Zeitplan des amerikanischen Elektroautoherstellers weiter steht. Demnach soll die Produktion in Grünheide im Juli starten, 12.000 Mitarbeiter sollen dann eine halbe Million Elektroautos im Jahr fertigen.

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Sorge um die Wasserversorgung

Möglich macht das rege Treiben auf der Baustelle der Paragraph 8a des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Demnach können die Behörden einzelne Baumaßnahmen schon genehmigen, wenn der Antragsteller sich verpflichtet, notfalls alles wieder abzureißen. Tesla hat inzwischen rund ein Dutzend dieser vorläufigen Genehmigungen beantragt und erhalten. Wie viel Geld das Unternehmen schon im märkischen Sand verbaut hat, will es – wie so vieles zu der Fabrik – nicht sagen. Die Investitionssumme für das Werk als Ganzes wird auf mehr als 5 Milliarden Euro geschätzt.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) nennt inzwischen lieber keinen Zeitplan mehr. Nichts soll den Eindruck erwecken, als würde das Wirtschaftsministerium der Umweltbehörde Druck machen. Einen drohenden Rufschaden wegen des schleppenden Genehmigungsverfahrens sieht Steinbach nicht. „Heute ist schon erkennbar, dass das Engagement der Landesbehörden im Zuge des Bauprozesses weltweit positiv registriert und uns Anerkennung gezollt wird“, sagte er der F.A.Z. „Brandenburg ist ein verlässlicher und kooperativer Partner für Unternehmen, die sich im Land engagieren wollen. Eine bessere Werbung gibt es nicht.“ Nun kann er nur hoffen, dass die Umweltbehörde dem Vorhaben nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht. Dies wäre nicht nur für Brandenburg, sondern für den Standort Deutschland insgesamt ein GAU. Auch wenn die wenigsten erwarten, dass es so weit kommt – ganz ausgeschlossen ist es nicht.

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Das Abholzen des Kiefernwaldes, die Umsiedlung von Fledermäusen, der mit dem Werk verbundene Verkehr: Gegner des Projekts haben viele Kritikpunkte. Über acht Tage zog sich im September die öffentliche Anhörung hin, das Protokoll umfasst 1250 Seiten, auch das ein Grund, warum die umweltrechtliche Prüfung so lange dauert. Die Hauptsorge von Umweltschützern gilt der Wasserversorgung. Der örtliche Wasserverband hat sich schon mehrfach skeptisch dazu geäußert. Für die erste Ausbaustufe des Werks ist die Versorgung gesichert, für die weiteren Bauabschnitte noch nicht. Dass es diese geben soll, steht außer Zweifel. Tesla will auf dem Gelände auch eine Batteriefabrik bauen. Dafür könnte eine Lagerhalle genutzt werden, für die Tesla schon eine vorläufige Genehmigung erhalten hat. Jedoch ginge eine solche Umnutzung der Halle nicht ohne Genehmigung. Beantragt hat Tesla diese bislang nicht.

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