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#Vatikan gibt neue Straßenzeitung heraus

„Vatikan gibt neue Straßenzeitung heraus“



Papst Franziskus im Mai in Rom

Bild: dpa

Die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ ist bekannt, jetzt kommt der „L’Osservatore di Strada“ hinzu. Ein Blatt, produziert von denen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Sie sollen in den Mittelpunkt rücken.

Papst Franziskus hat zum Abschluss des Angelusgebets am Mittwoch die neue Monatszeitschrift des Vatikans vorgestellt. Das Blatt trägt in Anlehnung an die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ den Titel „L’Osservatore di Strada“ (Straßenbeobachter). Franziskus bezeichnete die neue Publikation, deren erste Nummer am Mittwoch auf dem Petersplatz und in den angrenzenden Straßen verteilt wurde, als „ein wunderschönes Werk, das von der Basis kommt, von den Armen – ein Ausdruck derer, die an den Rand gedrängt sind“. In der Monatsschrift mit einem Umfang von zwölf Seiten würden „die Letzten zu Protagonisten“, so der Papst: „Arme und marginalisierte Menschen beteiligten sich an der redaktionellen Arbeit.“ Ziel des Projekts sei es, jenen Menschen eine Stimme zu geben, die gewöhnlich nicht gehört werden: den Armen, Ausgestoßenen und Ausgegrenzten.

Matthias Rüb

Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

„L’Osservatore di Strada“ erscheint jeden ersten Sonntag im Monat, in gedruckter Form und online. Die aktuelle Ausgabe der Zeitung wird sonntags auf dem Petersplatz und in dessen Umgebung verteilt. Der „Straßenbeobachter“ will nicht nur eine Zeitung für die Armen sein, sondern von den Armen, und sie soll jenen, die Talent zum Schreiben oder Malen oder Fotografieren haben, die Möglichkeit geben, sich einzubringen.

Die erste Ausgabe bringt einen langen Bericht des italienischen Schriftstellers Daniele Mencarelli über den Römer Obdachlosen „Mimmo“, eine Reportage über den Nachtdienst von Caritas-Mitarbeitern in den Straßen Roms sowie ein Gespräch mit dem aus Mali stammenden Dichter Soumaila Diawara über die Hürden bei der Integration. Zu den Mitarbeitern der ersten Ausgabe gehören Kardinal Enrico Feroci und der römische Straßenkünstler Maupal (Mauro Pallotta), der für seine Papst-Graffitis berühmt wurde. Das Blatt sieht sich laut Untertitel als „Zeitung der sozialen Freundschaft und der Geschwisterlichkeit“. Die Monatsschrift wird von karitativen Institutionen wie der Caritas, der Laiengemeinschaft Sant’Egidio, dem Centro Astalli und dem Circolo San Pietro unterstützt. Die Druckkosten werden durch Spenden gedeckt, die Mitarbeiter sind überwiegend ehrenamtlich im Einsatz.

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