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#Wegen EU-Sanktionen: Luxusautos bei Razzia am Tegernsee abtransportiert

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Polizei und Zoll haben mehrere Objekte im Großraum München durchsucht. Bei der Razzia wurden auch Luxusautos abtransportiert.

Im Zuge der Durchsetzung der Russlandsanktionen haben deutsche Ermittler  am Donnerstag abermals mehrere Immobilien am Tegernsee durchsucht, die dem russisch-usbekischen Oligarchen Alischer Usmanow zugeordnet werden. 

Alexander Haneke

Redakteur in der Politik.

Ziel sei die vorläufige Sicherstellung „von diversen Fahrzeugen der Luxusklasse“, teilte die  Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung der Zollverwaltung mit. Hintergrund waren demnach aktuelle Hinweise darauf,  dass die Fahrzeuge veräußert werden sollten, was bei „Ressourcen“, die durch Sanktionen eingefroren wurden, nicht zulässig sei.

Usmanow, dessen Vermögen auf ei­nen zweistelligen Milliardenbetrag geschätzt wird,  hielt sich spätestens seit 2008 regelmäßig am  Tegernsee auf, wo ihm mehrere  Immobilien zugeordnet wurden. Nach dem  russischen Angriff auf die Ukraine setzte ihn die EU auf ih­re Sanktionsliste, da er als einer „der von Putin besonders favorisierten Oligarchen“ gelte, wie es in der Begründung heißt.

Alles Eigentum von Trusts?

Usmanow stritt eine besondere Nähe zum russischen Präsidenten stets ab und verwies darauf, dass es seine wirtschaftliche in Russland unumgänglich mache, gewisse Beziehungen zum Kreml zu pflegen.

Im September vergangenen Jahres hatten Ermittler bereits mehrere ihm zu­geordnete Immobilien und eine Yacht wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Geldwäsche durchsucht; Usmanow wies die Vorwürfe zurück. Im Mai stellte ein Gericht fest, dass in dem Geldwäscheverfahren kein Anfangsverdacht gegen ihn bestehe, und hob einen der Durchsuchungsbeschlüsse  auf. Das Verfahren wegen Steuerhinterziehung läuft indes weiter.

Usmanows Umfeld hatte stets darauf verwiesen, dass Immobilien und Fuhrparks nicht ihm persönlich gehörten, sondern in eigene Gesellschaften aus­gelagert seien, die unabhängigen Trusts gehörten. Allerdings wickelten die Banken aus Angst vor den empfindlichen Strafen für Sanktionsverstöße keine Zahlungen mehr für diese Trusts ab, weshalb die Gesellschaften in Zahlungsschwierigkeiten gerieten. 

Usmanows Sprecher verwies gegenüber der F.A.Z. darauf, dass man den Behörden umfassende Informationen über alle Vermögensgegenstände in Deutschland habe zukommen lassen, die von internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften abgenommen würden. Mit Blick auf die aktuellen Durchsuchungen sprach er von dem Anschein einer „weiteren Episode von Einschüchterung und politischer Verfolgung“ aufgrund der Nationalität Usmanows.

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