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#John Woos Action-Rückkehr „Silent Night“ ist so hart wie „John Wick“

Actiongott John Woos filmische Rückkehr in Hollywood mit „Silent Night“ wird genau das, was Fans wollen. Das bestätigt die Altersfreigabe für den Rachethriller.

Eigentlich liegt Filmemacher John Woos letzter Ausflug in das Actiongenre noch gar nicht so lange zurück: 2017 wurde sein Remake des japanischen Thrillers „Manhunt“ von 1976 veröffentlicht. Allerdings erhielt dieser außerhalb Asiens kaum Aufmerksamkeit, da er etwa hierzulande nur über Netflix veröffentlicht wurde – dazu lediglich in der Originaltonspur mit deutschen Untertiteln. Dabei handelte es sich bei „Notwehr“ nicht nur um einen ordentlichen Actionthriller, er stellte zudem bis dato John Woos letzte Regiearbeit dar. Fast hatte man den Eindruck, dass sich der Actionvirtuose aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte, immerhin ist er schon 77 Jahre alt. Aber auf seine alten Tage hin will es der Meister noch einmal wissen – und es zieht ihn dafür genauso wie Anfang der Neunzigerjahre zurück nach Hollywood.

Damals hatte der Filmemacher in Hongkong mit heutigen Kultklassikern wie „A Better Tomorrow“, „The Killer“, von dem es ab dem 8. Dezember 2023 eine ungekürzte, restaurierte Limited Edition auf Blu-ray über Amazon geben wird, und „Hard Boiled“ das sogenannte Heroic-Bloodshed-Kino geprägt, in dem in Edel-Zeitlupe und beidhändig geschossen und blutigst gestorben wurde – ehrenvoll, versteht sich. Auf diese Zeit folgte eine zweite, aber kurzlebige Karriere in Hollywood, wo er den dortigen Filmschaffenden mit Werken wie „Hard Target – Harte Ziele“ und „Face/Off – Im Körper des Feindes“ zeigte, dass selbst das US-Actionkino noch eine Steigerung erfahren konnte. Als ihn Tom Cruise für „Mission: Impossible II“ holte, war der Meister des Todesballetts auf der Höhe seines Erfolgs. Die von ihm etablierten Genre-Regeln werden von neuen Action-Franchisen wie den „John Wick“-Filmen aufrechterhalten.

Jetzt, über 20 Jahre später, ist er zurück mit gleich zwei neuen Hollywood-Actionproduktionen: einem Remake seines eigenen Klassikers „The Killer“ mit Nathalie Emmanuel, Omar Sy und Diana Silvers in den Hauptrollen sowie „Silent Night – Stumme Rache“. Zu letzterem Actionfilm gibt es endlich einen ersten Trailer zu bestaunen:

Mit Beethovens „Ode an die Freude“ wird sich direkt im Trailer vor dem ultimativen Weihnachtsactionfilm „Stirb Langsam“ verneigt. Ganz klar, John Woo und „John Wick“-Produzent Basil Iwanyk zielen darauf ab, einen neuen bleihaltigen Festtagsklassiker zu etablieren. Das könnte ihnen durchaus gelingen.

In einer Hinsicht bleibt sich Actiongott Woo definitiv treu: Er geht keinerlei Kompromisse ein, was die Gewaltdarstellung betrifft. Denn in den ausufernden, geradezu ästhetisch choreographierten Actionszenen vermag er so viele Emotionen hineinzupacken und ebenso aus dem Publikum hervorzulocken, wie es anderen Filmschaffenden nicht einmal mit kompletten Filmen gelingen will.

Der Trailer hatte es bereits angedeutet, nun hat es das Prüfungsgremium der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) mit der offiziellen deutschen Altersfreigabe bestätigt: „Silent Night – Stumme Rache“ läuft in den hiesigen Kinos ungeschnitten und ohne Jugendfreigabe, ist also erst ab 18 Jahren freigegeben. Etwas anderes hätte man von einem Todesballett des Altmeisters höchstpersönlich auch gar nicht erwartet.

„Silent Night“: DC-Star Joel Kinnaman auf tödlichem Rachefeldzug

In „Silent Night – Stumme Rache“ geraten ein unschuldiger Junge und sein Vater (Joel Kinnaman) an den Weihnachtsfeiertagen ins Kreuzfeuer rivalisierender Banden. Während sein Sohn stirbt, wird der Mann so schwer verletzt, dass er seine Stimme verliert. Getrieben von Trauer und Rachsucht, begibt er sich in die ihm unbekannte Unterwelt, um alle für den Tod seines geliebten Sohnes bluten zu lassen – ohne Ausnahme.

Klingt auf dem Papier nach einer typischen Rachethriller-Variation vom Schlage eines „Death Sentence – Todesurteil“. Bis auf die Tatsache, dass hier durch den interessanten Story-Kniff praktisch nie gesprochen wird. Das war für John Woo die größte Herausforderung, wie er gegenüber Entertainment Weekly wissen ließ:

„Die größte Herausforderung bestand darin, wie man das Publikum dazu bringt, eine Geschichte ohne Dialoge zu akzeptieren, und wie man es dazu bringt, von dieser Geschichte [emotional] bewegt zu sein und zu verstehen, dass es nichts verpasst.“

Aber bei diesem legendären Filmemacher geht es nicht um die Geschichte, sondern um die bildgewaltige Action-Ästhetik. Wer einen John-Woo-Film schaut, will atemlose Action mit spektakulären Stunts und gnadenloser Härte sehen, die einen direkt wie die explosiven Schläge von Mike Tyson zu seinen besten Zeiten erwischen. Und genau das deutet der erste Trailer zu „Silent Night“ auch an. Erste Reaktionen eines Testpublikums sollen äußerst positiv ausgefallen sein. Ein Hoch auf die Erwachsenenunterhaltung! Hauptdarsteller Kinnaman, bekannt etwa als Rick Flag aus „The Suicide Squad“, war direkt Feuer und Flamme für Woos typische Akimbo-Action:

„Als er ans Set kam, sagte er: ‚Alles, was ich will, ist John-Woo-Action!‘ [Ich fragte ihn:] ‚Was ist John-Woo-Action?‘ ‚Es ist das beidhändige Feuern mit Knarren.‘ Also gab ich ihm zwei Knarren.“

Neben Joel Kinnaman sind in weiteren Rollen Catalina Sandino Moreno, Kid Cudi sowie Harold Torres und Yoko Hamamura zu sehen. In den USA läuft der Actionthriller ab dem 1. Dezember 2023 in den Kinos. Hierzulande startet er  ab dem 14. Dezember 2023 im Vertrieb von Leonine.

Da wir es gerade eben auch von „Mission: Impossible“ geschrieben hatten, wie gut kennt ihr euch mit diesem Action-Franchise aus? Testet euer Wissen:

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