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#Netflix wirft in 7 Tagen einen der ekelhaftesten deutschen Filme der letzten Jahre raus

Netflix wirft in 7 Tagen einen der ekelhaftesten deutschen Filme der letzten Jahre raus

Schmierige Kneipen, halbtote Trinker und brutale Serienmorde: In einer Woche verschwindet ein deutscher Film von Netflix, bei dem Ekel auf einzigartige Weise im Zentrum steht.

Der goldene Handschuh hat kein Erbarmen. Nicht mit seinen Figuren und erst recht nicht mit uns Zuschauenden. Die schockierende Milieustudie über den Serienmörder Fritz Honka (Jonas Dassler) ist wohl selbst für den hammerharten Horror-Hype auf Netflix zu abstoßend: Am 21. Oktober 2021 wirft der Streamingdienst den Film nämlich aus dem Programm.

Serienmörder-Schocker auf Netflix: Darum geht’s in Der goldene Handschuh

Im tristen Hamburg der 70er Jahre ist die Kneipe Der goldene Handschuh ein Auffangbecken für Verlierer aller Art: Arbeitslose, Prostituierte und Ex-Nazis trinken sich nebeneinander besinnungslos. Zu ihnen gehört auch der entstellte Hilfsarbeiter Fritz Honka, der den Laden vor allem zum Kennenlernen von Frauen nutzt.

Von diesen Treffen kehren vier der Frauen allerdings nie zurück: Der sexuell frustrierte und cholerische Alkoholiker Honka tötet sie in seiner Wohnung, verstümmelt die Leichen und versteckt die Überreste auf dem Dachboden. Erst durch einen Zufall kommt ihm die Polizei auf seine Spur.

Der kunstvolle Ekel machen Der goldene Handschuh auf Netflix einzigartig

Honka (Jonas Dassler) im Goldenen Handschuh

Regisseur Fatih Akin hätte sich der wahren Geschichte von vielen Seiten nähern können. Das Resultat ist aber ein Werk von unglaublicher Kälte: An keinem Punkt verspürt der Film Mitleid mit seinen Figuren, die allesamt vom Leben gebeutelt sind. Hier gibt es keine moralische Instanz, die Kamera scheint die brutale Ermordung von Honkas Opfern teilnahmslos mit anzusehen.

Dementsprechend empfanden viele Kritiker, dass der Film Frauenverachtung und Ekel zelebriere (via SRF ). Tatsächlich enthebt sich der Film allen Urteilen und zeigt Leben wie Taten Honkas, als sei die Kamera selbst ein Alkoholiker im Stupor: Regungsarm, hilflos, ohne Grundlage der Moral.

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Beeindruckend ist der Look des Films: Die abgewetzten 70er springen einem mit Dauerwellen, türkisem Lidschatten und Kornbrand-Werbung entgegen. Sich an diesem Reichtum sattsehen wollen und dann vor Abscheu zurückschrecken: Der goldene Handschuh hat mehr Herz für Spirituosen als für die, die sie trinken. Das macht ihn auf faszinierende Art zu einem der ekelhaftesten deutschen Filme seit langem.

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