#Russisches Roulette

„Russisches Roulette“ Am liebsten hätte der Historiker Pierre Vermeren die Wahl des französischen Präsidenten in den Herbst verschoben. Ein „Desaster“ sei es, dass es keinen Wahlkampf gegeben habe. Mit Pétain hatte er begonnen, von Putin wurde er gestoppt. Frankreich, schreibt Vermeren, kann es sich nicht leisten, auf eine Bilanz und eine Debatte über seinen Zustand…

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#Die Weißwäscher von Vichy sind am Werk

„Die Weißwäscher von Vichy sind am Werk“ Über die Wahl des französischen Präsidenten 2022 gibt es bereits einen Roman: In „Unterwerfung“ prophezeite Michel Houellebecq vor sieben Jahren den Einzug der Muslime in den Elysée-Palast. Ausgeliefert wurde das Buch am Tag des Attentats auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“, an diesem Tag war Houellebecq auf…

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#Welche Rolle bekäme wohl Olaf Scholz?

„Welche Rolle bekäme wohl Olaf Scholz?“ Wen würde er spielen? Wenn es nicht nur eine Parlamentspoetin, sondern auch ein Parlamentstheater gäbe – in welchem Molière-Stück würde Olaf Scholz auftreten? Im „Menschenfeind“? Eher nicht. Obwohl er oft so leise spricht, als würde er dem guten Willen der ihn umgebenden Gesellschaft misstrauen, kann man ihn sich als…

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#Die Verachtung

„Die Verachtung“ Trauer, Abgesang: Wie kommt es, dass Michel Houellebecqs Bilanzen immer so vernichtend ausfallen? Wahrscheinlich, weil er ungewöhnlich tief denkt. Seine Dankesrede zum (von dieser Zeitung vergebenen) Frank-Schirrmacher-Preis geriet ihm zum Nachruf auf zwei hierzulande praktisch unübersetzte und andernorts, im Sinne politischer Korrektheit, als nicht sonderlich stubenrein geltende, gelegentlich sogar als rechtsextremistisch einsortierte Schriftsteller:…

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#Wahlkampf am Abgrund

„Wahlkampf am Abgrund“ Michel Houellebecq hat in seinem neuen Roman eine Bombe versteckt. Sie trifft nicht die Frauen, nicht die Religion und auch nicht die Politik, obwohl „Vernichten“, wie das Buch heißt, sehr wohl ein politischer Roman ist, eine Erzählung, die über weite Strecken im französischen Wirtschaftsministerium spielt, während des Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2027. Die…

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#„Ich war süß und hübsch“

„„Ich war süß und hübsch““ Michel Houellebecq schreibt keine autobiographischen Bücher. Das heißt nicht, dass es in seinem Werk keine autobiographischen Bezüge gäbe. Es gibt sogar sehr viele – allen voran die Tatsache, dass er die Hauptfiguren seiner Romane gerne Michel nennt und sie eine deutliche Ähnlichkeit mit ihrem Erfinder haben. Zugleich achtet er aber…

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#Unser einziger wirklicher Feind

„Unser einziger wirklicher Feind“ Das hat es noch nie gegeben: gleich ein halbes Dutzend Neuübersetzungen – und zwei Hörbuchfassungen – auf einen Schlag. Der Schlag besteht darin, dass die deutschen Rechte an „1984“ frei geworden sind. Dass die Verlage sich aber derart auf die Gelegenheit stürzen, macht nur ein weiteres Mal deutlich, dass Orwells Roman…

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#Gespensterseher politischer Unordnungen

„Gespensterseher politischer Unordnungen“ Joseph de Maistre, so ein Bonmot des Ideenhistorikers Isaiah Berlin, mochte die Sprache der Vergangenheit gesprochen haben, die Gegenstände seines Denkens jedoch strahlten weit hinaus in die Zukunft und bis in unsere Gegenwart hinein. Ein Beleg dieser Bedeutung mag die illustre Ahnenreihe der Maistre-Deuter sein, die von Charles Baudelaire über Léon Bloy…

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#Scheidung mit Schreibverbot

„Scheidung mit Schreibverbot“ Längst hätte er ihn bekommen müssen, den „Prix Goncourt“, die begehrteste literarische Auszeichnung, die Frankreich zu vergeben hat. Emmanuel Carrère gehört zu seinen erfolgreichsten Schriftstellern, im Ausland wird er zusammen mit Michel Houellebecq als emblematischer Vertreter der französischen Literatur wahrgenommen. Ein Dutzend Romane hat er in dreißig Jahren publiziert; die besten sind…

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