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#Die Kirchen wollen den Spurwechsel

Die Kirchen wollen den Spurwechsel

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, begrüßt das von SPD, Grünen und FDP formulierte migrationspolitische Vorhaben, den sogenannten Spurwechsel zu ermöglichen. Damit ist ein Wechsel für bestimmte Migranten von der Asyl- zur Arbeitsmigration gemeint. Er unterstütze das „ausdrücklich“, sagte Bedford-Strohm am Donnerstag bei der Vorstellung eines „Grundlagenwortes„ der beiden großen Kirchen zu Migration und Flucht mit dem Titel: „Migration menschenwürdig gestalten“.

Vor mehr als 20 Jahren erschien das erste „Migrationswort“. In dem nun vorliegenden zweiten, mehr als 200 Seiten starken Dokument fordern die Kirchen „eine aktivere Einbürgerungskultur“, wie der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Franz-Josef Bode, sagte.

Das Papier liefere eine Perspektive, die Migration weder ängstlich-nationalistisch noch unter Nutzenkalkülen denke, sagte der Politikwissenschaftler Hannes Schammann. Es geht darin um das Leben in einer Migrationsgesellschaft, als die Deutschland sich seit den Nullerjahren zunehmend verstehe, und um damit verbundene Debatten über Zusammenhalt, Sicherheit sowie Wirtschaft und Wohlfahrt. Ferner heben die Autoren hervor, die Kirche sei selbst durch Migration geprägt.

Das „Migrationswort“ geht auf Migration als Thema des christlichen Glaubens ein, was sich etwa in der Erzählung vom Exodus zeige. Schließlich will das Papier sozialethische Orientierung geben. Es solle ein „migrationsethischer Kompass“ sein, sagte die Theologin Marianne Heimbach-Steins. Zwei Grundsätze lauteten etwa: Niemand solle gezwungen sein, aus seiner alten Heimat auswandern zu müssen. Sowie: Jedem solle es möglich sein, in eine neue Heimat einwandern zu können.

Katholischerseits ist eigentlich der Hamburger Erzbischof Stefan Heße verantwortlich für das Thema Migration in der Bischofskonferenz. Er war im Herbst, kurz nachdem der Papst sein Rücktrittsgesuch abgelehnt hatte, als Vorsitzender der Migrationskommission wiedergewählt worden. An der Vorstellung nahm er indes nicht teil. Die DBK begründete das damit, dass Heße erst in Hamburg Fuß fassen wolle.

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