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#Kabel-TV: Diese Alternative wollen die meisten nutzen

Spätestens ab Juli ist das Kabel-TV nicht mehr in deiner Miete enthalten. In einigen Fällen ist es schon jetzt rausgefallen. Das heißt, du musst dich um einen eigenen Vertrag kümmern. Doch nicht jeder will beim Kabelfernsehen bleiben.

Eine Fernbedienung und ein TV im Hintergrund
Änderung beim Kabel-TV: Das sind die AlternativenBildquelle: Erik Mclean / Unsplash

Insgesamt sind es mehr als 12 Millionen Haushalte, die vom Wegfall des sogenannten Nebenkostenprivilegs betroffen sein sollen. Andere Schätzungen gehen von 6,6 Millionen Haushalten aus. Wie viele es wirklich sind, ist schwer zu sagen. Zwar kann man herausfinden, wie viele Kabel-TV-Anschlüsse es gibt, für die gezahlt wird. Doch was man nicht herausfinden kann, ist, ob diese Anschlüsse auch wirklich genutzt werden. Diesen Missstand, dass Mieter für ungenutzte Leistungen zahlen müssen, soll der Wegfall des Nebenkostenprivilegs korrigieren. Wie groß die regionale Bedeutung dieser Maßnahme ist, ist übrigens sehr unterschiedlich.

Mehr als die Hälfte der Wechsler wollen Streaming nutzen

Da du dich als Mieter dann selbst um einen Kabel-Vertrag kümmern müsstest, wäre das auch der richtige Zeitpunkt, sich um einen anderen TV-Empfang zu bemühen. Und das wollen repräsentativen Online-Umfrage von YouGov zufolge auch viele Nutzer tun. Das liegt, so die Auswertung der Umfrage, auch daran, dass inzwischen deutlich mehr Mieterinnen und Mieter über die Gesetzesänderung informiert sind. Waren bei einer Umfrage im vergangenen Jahr lediglich 18 Prozent über den Wegfall informiert, so waren es nun immerhin schon 54 Prozent. Insbesondere bei den direkt betroffenen Mieterinnen und Mietern, die den Kabelanschluss über ihre Mietnebenkosten bezahlen und auch für ihren TV-Empfang nutzen, ist ein deutlicher Kenntniszuwachs zu verzeichnen. Hier wissen demnach schon 85 Prozent Bescheid.

54 Prozent derjenigen, die auch wirklich das Kabelfernsehen nutzen, wollen demnach den TV-Empfangsweg wechseln, wenn der Kabelanschluss nicht mehr über die Mietnebenkosten abgerechnet wird. Ernüchternd für die Kabelnetzbetreiber: Nur 20 Prozent wollen weiterhin das Kabel nutzen, 21 Prozent sind noch unentschlossen.

Schaut man sich nun noch die Gruppe der Wechselwilligen an, so fällt auf, dass dieser Umfrage zufolge die meisten zum Streaming bzw. IPTV wechseln wollen. Stolze 55 Prozent aus dieser Untergruppe gaben diese Empfangsart an. Was sich viel anhört, ist tatsächlich aber ein Rückgang: Im Vorjahr lag die Zahl derjenigen, die sich für den TV-Empfang übers Internet entscheiden, sogar bei 68 Prozent. Dafür wuchs die Zahl derer, die sich DVB-T2 oder Satellit als zukünftige Empfangsart vorstellen können. 18 Prozent wissen es noch nicht.

Auch Vodafone-Umfrage zeigt Abwanderung vom Kabel-TV

Auch wenn die Umfrage nach Angaben von YouGov repräsentativ ist, lohnt es, sie zu hinterfragen. Beauftragt wurde sie vom TV-Streaming-Dienst Zattoo. Zattoo ist einer von drei großen Streaming-Diensten, die derzeit hoffen, ein Stück vom Kabel-TV-Markt abzubekommen. Dazu hat man gerade erst einen Tarif gestartet, mit dem du für unter 7 Euro im Monat TV in HD sehen kannst. Die hohe Online-Affinität der Befragten erklärt sich möglicherweise auch dadurch, dass die Umfrage online stattgefunden hat.

Auch Kabelnetzbetreiber Vodafone hat eine Umfrage zu dem Thema gemacht. Sie wurde im vergangenen Herbst veröffentlicht. Auch hier sieht es aber nicht gut aus für das Kabelnetz. Denn gerade einmal 55,2 Prozent sind sich demnach sicher, dass sie auch in fünf Jahren noch über das Kabelsignal Fernsehen empfangen werden. 14 Prozent der Befragten sind sich indes sicher, auf Kabelfernsehen zu verzichten, 31 Prozent haben sich bisher nicht entschieden. Weiteres Problem: Die Kundschaft, die sich für Kabelfernsehen interessiert, ist vergleichsweise alt. Die größten Fans von Kabelfernsehen sind die 40 bis 49-Jährigen mit 68 Prozent. Auch bei den über 65-Jährigen fiel die Zustimmung mit 60 Prozent hoch aus.

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  • Zwei Jungs sehen sich Cartoons im Fernsehen an: Victoria Borodinova / Pixabay
  • Änderung beim Kabel-TV: Das sind die Alternativen: Erik Mclean / Unsplash

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