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#Picks: Der Sinn des Lebens und andere Größenverhältnisse

Picks: Der Sinn des Lebens und andere Größenverhältnisse
Um zwischen Publikationen, Statistik und Mottenfutterrezepten so etwas wie einen Rhythmus in meinen Blog zu kriegen, will ich hier versuchen jeden Monat mehr oder weniger regelmäßig ein paar “Picks” vorzustellen. Das sind interessante Bücher, Webseiten, Videos, oder was ich sonst noch erwähnenswert finde. Die meisten Links führen leider auf englischsprachige Seiten, lohnen sich aber häufig auch für jeden, der kein Englisch kann. Ist das einmal nicht der Fall, kennzeichne ich den Link mit einem kleinen “(ENG)”.


“Is there an answer?” Searching for the meaning of life in The Hitchiker’s Guide to the Galaxy (ENG) ist ein kleiner Artikel von Journalistin Julia Galef (Bloggerin bei Rationally Speaking, von denen ich mir erlaubt habe die Idee und den Titel für diese Rubrik, “Picks”, zu klauen) darüber, was uns die Romanreihe “Per Anhalter durch die Galaxis” darüber verrät, warum wir Menschen eigentlich hier sind. “Mäuse?”

Ein Gefühl dafür, wie groß Zellen eigentlich sind kann man sich auf der Seite der University of Utah verschaffen. Was ist kleiner, das Hepatitis- oder das Grippevirus?

Hochintelligente Affen: Zufällig stieß ich auf ein Video, das zeigt dass manche Affen nicht nur bis 10 zählen können, sondern sich diese Zahlen auch noch merken können, wenn sie nur eine Sekunde lang auf einem Bildschirm gesehen haben. Wow. Wenn wir nicht aufpassen, sperren die uns bald in Käfige ein

Sollte Mathe in der Schule unterrichtet werden? Drüben im Mathlog habe ich ein Video gefunden, auf dem die Kandidatinnen der Miss USA darüber diskutieren, ob Mathe ein Schulfach sein sollte. Im Anschluss zeigt Thilo noch ein Video, dass ich persönlich noch viel schrecklicher finde – ich musste mir tatsächlich die gesamten 14:48 Minuten anschauen.

Darwins persönliche Bibliothek (ENG) kann jetzt online angeschaut werden. Angeblich sind das alle Bücher, die bei ihm im Büro auch standen. Allerdings konnte ich bislang nicht das berühmte Vestiges of the Natural History of Creation finden, doch gelesen hatte das Darwin ganz sicher. Hat er es direkt weiter verschenkt?!
Und für alle, die es noch nicht wissen, Charles Darwins gesammelte Werke, inklusive Notizbücher, finden sich zum Lesen und Runterladen auf Darwin Online. Seine gesammelte Korrepondenz mit anderen Wissenschaftlern findet sich derweil beim Darwin Correspondence Project.

Zuletzt muss ich noch ein Buch empfehlen, das ich gerade zu lesen angefangen habe. Ich bin zwar erst bei Kapitel 6, aber ich wage es einfach und empfehle es jetzt schon. (Ich will nicht bis Seite 1157 warten, außerdem ist es noch gar nicht fertig und wer weiß wie viel noch kommt.) Harry Potter und die Methoden des rationalen Denkens ist ein Roman, der Harrys Geschichten nacherzählt – mit einer kleinen Änderung: Was wäre wenn Harry Potter nicht unter der Treppe seiner Tante und seines Onkels aufgewachsen wäre, sondern bei einen Biochemieprofessor und seiner Frau? Wenn Tante Petunia nicht einen Bohrmaschinenhersteller geheiratet hätte sondern einen Wissenschaftler, dann würde (laut diesem Buch) Harry schon mit elf Jahren wissen wie man Experimente durchführt, um etwas zu beweisen (“Nein,” sagte Harry, “um die Nullhypothese zu falsifizieren!”), er könnte komplizierte Mathematik und würde ganz sicher nicht ohne weiteres glauben, dass ein Mensch sich einfach in eine Katze verwandeln könnte, nur weil er es mit eigenen Augen sieht:

Harry atmete stoßweise. “Das GEHT nicht!”, keuchte er.

“Es ist nur eine Verwandlung”, sagte McGonagall. “Eine Animagusverwandlung, um genau zu sein.”

“Sie haben sich in eine Katze verwandelt! Eine KLEINE Katze! Sie haben gegen die Energieerhaltung verstoßen! Das ist nicht nur irgendeine Regel, es folgt aus der Darstellung des Hamiltonoperators in der Quantenphysik! Ohne Energieerhaltung kommt es zu Inkonsistenzen und Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit! Und Katzen sind KOMPLIZIERT! Ein menschliches Gehirn kann sich nicht einfach die ganze Anatomie und biochemische Zusammensetzung einer Katze vorstellen, ganz zu schweigen von der Neurologie! Wie können Sie mit einem Katzenhirn denken?”

McGonagalls Lippen verzogen sich immer stärker. “Magie.”

“Magie reicht dafür nicht aus! Sie müssten ein Gott sein!”

McGonagall blinzelte. “Das ist das erste Mal, dass jemand so etwas zu mir sagt.”

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