#Otto Dix und die Folgen: Unheilvoll deplatziert

Die Kunst von Otto Dix beeinflusste Generationen. Eine Ausstellung in Hamburg zeigt die Aktualität des Malers auf – und fragt nach seiner Überwinterung in der NS-Zeit. Ein kaum überstandener und schon wieder drohender Krieg, eine gefährdete Welt, die sich in diabolisch verzerrten Porträts des mit Spott überschütteten Personals der Weimarer Republik spiegelt, und die Ahnung…

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#Diesmal etwas filigraner

Einem „Trompetenbläser im Dorf“ – der eigentlich ein Tubaspieler ist – gilt die mit Abstand höchste Bewertung bei Grisebachs Sommerauktionen in Berlin: Das von fast schrillen Gelb- und Grüntönen beherrschte Bild Lyonel Feiningers aus dem Weltkriegsjahr 1915 zeigt einen Musikanten inmitten anderer Figuren, deren überschlanke Gliedmaßen und skurrile Bewegungen an Feiningers Zeit als Karikaturist erinnern….

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#Mit der Macht stiller Kraft

„Mit der Macht stiller Kraft“ Dieses Bild könnte das Auktionshaus Grisebach und den deutschen Markt in bisher unerreichte Regionen katapultieren: Am 1. Dezember kommt in Berlin ein Gemälde Max Beckmanns zur Versteigerung – geschätzt auf 20 bis 30 Millionen Euro. Damit ist das 1943 entstandene „Selbstbildnis gelb-rosa“ das bisher höchsttaxierte Kunstwerk des hiesigen Handels und…

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#Die Wirklichkeit des Stilllebens

„Die Wirklichkeit des Stilllebens“ Wo Max Beckmanns Bilder entstanden sind, verrät oft schon die Signatur. Nach 1918, als nicht nur die Welt in Trümmern lag, sondern der Krieg auch den 1884 in Leipzig geborenen Maler traumatisiert hatte, fügte er seinem Namenszug und der Jahreszahl in der Regel ein Städtekürzel hinzu. Womöglich half ihm diese formale…

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#Das Ich und sein Statement

„Das Ich und sein Statement“ Michel de Montaigne erklärt 1580 in der Vorrede zu seinen „Essais“: „C’est moy que je peins.“ – „Ich bin es, den ich male.“ Zwar merkt er, welche Mühe es bereitet, das zu greifen, was ihm scheinbar am nächsten steht: das eigene Ich. Doch er lässt nicht locker. Wenn er sein…

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#Eine Stadt, die malt

„Eine Stadt, die malt“ War da nicht vor Kurzem erst etwas? In seiner nicht einmal dreijährigen Direktorenzeit am Museum der bildenden Künste Leipzig hatte der aus Österreich kommende und dorthin auch wieder ab­gewanderte Alfred Weidinger sich mit Aplomb dem örtlichen Kunstschaffen verschrieben. Resultate waren neben vielen Kleinausstellungen lokaler (aber durchaus überregional bedeutender) Künstler eine Arno-Rink-Retrospektive,…

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#Wie die Geschäfte liefen? Göttlich!

„Wie die Geschäfte liefen? Göttlich!“ Schutz vor Bösem, Leid und Tod: Wer wünschte das seinen Liebsten nicht? 1473 galt das in der Verbotenen Stadt ebenso wie hier und heute. Doch damals ließ wohl eine kaiserliche Konkubine namens Bai ihren Segenswunsch für den Ming-Herrscher Chenghua zu dessen 26. Geburtstag in eine derart luxuriöse Form gießen, dass…

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#Grüne Schatten brauner Geschichte

„Grüne Schatten brauner Geschichte“ Wer dieser Tage den Münchner Kunstverein in den Hofgartenarkaden betritt, wird nicht schlecht staunen: Auf schilfgrün gestrichenen Wänden ist nichts weiter zu sehen als dunkelgrün aufgemalte, unterschiedlich große und scheinbar willkürlich verteilte Rechtecke. Flyer helfen dem Ratlosen weiter: Jedes grüne Rechteck steht für ein Bild, das einmal an derselben Stelle hing,…

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#Arbeit am Ich

„Arbeit am Ich“ Willi Sittes Gemälde „Rufer II“ betreibt Etikettenschwindel. Denn „Rufer I“ gibt es nicht. Nicht mehr: Sitte übermalte es 1964 mit der neuen Fassung. Das war auch Arbeit am Ich, für die es aus der Sicht des Künstlers gute politische Gründe gab. Äs­thetische waren es eher weniger. Aber Sitte hatte erfahren müssen, was…

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#Wenn die Uhr anders geht

„Wenn die Uhr anders geht“ Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Wer eine Vorstell-Rückstell-Unsicherheit hat, teilt dieses Schicksal mit vielen anderen. Sonntag ist es wieder so weit, und spätestens beim Aufwachen stellt sich die bange Frage: Was schlägt die Stunde wirklich? Auch wenn Sie es gleich wieder vergessen: In der Nacht vom 27. auf den…

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