#Ausstellung zu Anton Bruckner in Wien: „Der fromme Revolutionär“

Vor zweihundert Jahren wurde der Komponist Anton Bruckner geboren. Die Österreichische Nationalbibliothek zeigt die kostbaren Handschriften eines gewissenhaften Katholiken, der die Grenzen der Zeit durchbrach. Als Erstes fällt die akribische Notenschrift auf. Zwar sind die langen, von Hand gezogenen Taktstriche in den Partituren seiner großen Symphonien nicht immer ganz gerade, zwar sind die Notenköpfe ein…

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#Zum Tod des Wagner-Tenors Stephen Gould

Von Statur und Stimme her schien Stephen Gould eine robuste Kraftnatur zu sein, für die Erschöpfung nicht vorgesehen war. Es gab Jahre, in denen der amerikanische Tenor bei den Bayreuther Festspielen zwei der am stärksten fordernden Heldenpartien von Richard Wagner, den Tristan und den Tannhäuser, sang und dazu noch – mit großem Spaß und herzlicher…

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#Oper Frankfurt zeigt „Le vin herbé“ von Frank Martin

Vor zwanzig Jahren kam der Filmessay „Ewige Schönheit“ von Marcel Schwierin in die Kinos. Er beschäftigte sich mit „Todessehnsucht und Film im ,Dritten Reich‘“. Die melodramatischen Filme jener Zeit, übrigens nicht nur aus nationalsozialistischer Produktion, waren voll von erotischer und sinngebender Aufladung des Todes. Diese Erhabenheit des Selbstopfers gehört freilich zum Kern der Tragödie –…

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#Nationalpreis an Anselm Kiefer

Carl Schmitt mit seinem „Nomos der Erde“ zur Begrifflichkeit von Großräumen hätte seine Freude an diesem Festkommers gehabt. Der Nationalpreis wurde am Donnerstag im Französischen Dom am Gendarmenmarkt an den seit Langem in Frankreich lebenden Anselm Kiefer verliehen, und beide Laudatoren, der eine Kanzler Hamburger Herkunft, der andere aus Hessen stammender Kunsthistoriker, durchdrangen die Bildwelten…

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#Es rappelt im Fundus

Die Hüllen werden fallen. Wer vor einem Jahr im Theater Dortmund die „Walküre“ gesehen hat, mit der Peter Kon­witsch­ny seinen „Ring des Nibelungen“ be­gann und jetzt nach der zweiten Pause des „Siegfried“ in den Saal zurückkehrt, wird von Rührung und Vorfreude ergriffen, weil er weiß, wie das wird. Die sechs Harfen sind auf die Plätze…

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#So ein Walzer hat’s halt in sich

„So ein Walzer hat’s halt in sich“ Weil die „Nachwirkungen des Silvester den Konzertbesuch“ womöglich „ungünstig beeinflussen könnten“, wie der Dirigent Clemens Krauss befürchtete, fand das allererste Neujahrskonzert am Silvesterabend statt – und zwar als Benefizveranstaltung zugunsten des „Winterhilfswerkes“, das mit dem Reinerlös die Not der „Volksgenossen“ lindern sollte. Es war der 31. Dezember 1939….

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#Wer die Stones hört, braucht keine Polka

„Wer die Stones hört, braucht keine Polka“ Beim Baden 1972: Werner Kremm (links), William Totok, Rolf Bossert (stehend), Johann Lippet, Richard Wagner (stehend rechts), Anton Sterbling (sitzend rechts) und möglicherweise Herta Müller (Mitte vorn) Bild: Literaturhaus München Vor fünfzig Jahren fand in Temeswar die „Aktionsgruppe Banat“ zusammen, um die deutschsprachige Literatur in Rumänien zu modernisieren….

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#Scheußlicher Mensch, himmlische Musik

„Scheußlicher Mensch, himmlische Musik“ Man kann einvernehmlich lächeln, wenn Christian Thielemann beim Meisterkurs in Bayreuth einem nachwachsenden Kollegen während der Brautgemach-Szene aus „Lohengrin“ zuruft: „Du kannst exaltierter sein. Dirigier das doch nicht, als hätten die schon Goldene Hochzeit!“ Man kann still, aber immer noch einvernehmlich nicken, wenn Jonathan Livny, Sohn eines Holocaust-Überlebenden, seinen Großvater zitiert,…

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#Kurz vor Schluss kommt die Pointe im ersten Horn

„Kurz vor Schluss kommt die Pointe im ersten Horn“ Clubraum 7 im Kunstmuseum Luzern ist derzeit ein geschützter Raum für harte Worte. Sie gelten nicht Personen, sondern deren Werken. Wolfgang Rihm leitet gemeinsam mit Dieter Ammann und Mark Sattler das Komponistenseminar des Lucerne Festivals. Acht junge Autorinnen und Autoren setzen sich dem Urteil erfahrener Kollegen…

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