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#Prozess um lebensgefährlichen Angriff auf 17-Jährigen startet heute



Mit einer Glasflasche soll ein 25-Jähriger einen Jugendlichen aus dem Raum Weißenhorn schwer verletzt haben. Seit heute muss er sich dafür vor Gericht verantworten.

Vor dem Landgericht Ulm startet am heutigen Dienstag (8.30 Uhr) der Prozess um den lebensgefährlichen Angriff auf einen 17-Jährigen in Ulm. Angeklagt ist ein 25-Jähriger aus Ulm. Ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Mann soll den Jugendlichen mit einer abgebrochenen Glasflasche am Hals schwer verletzt haben. Eine Notoperation rettete dem 17-Jährigen aus dem Raum Weißenhorn damals das Leben, jedoch leidet er nach wie vor massiv unter den Folgen der Attacke.

Der Angriff erfolgte am Dienstag, 4. April, gegen 23 Uhr in der B10-Unterführung am Hindenburgring entlang der Kleinen Blau. Dort traf der damals 24-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler auf eine Gruppe jüngerer Männer. Darunter das 17-jährige Opfer. Grundlos soll der 25-Jährige die Gruppe angegangen haben. Als die Jugendlichen den Mann zur Rede stellen wollten, habe der den 17-Jährigen mit einem abgebrochenen Flaschenhals in den Hals gestochen. Der Stich soll mehrere Zentimeter tief eingedrungen sein. Unter anderem sei die Halsschlagader vollständig durchtrennt worden.

Prozess um Angriff auf 17-Jährigen an B10-Unterführung in Ulm: Opfer leider noch heute

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es dem damals 24-Jährigen bei seinem Angriff klar gewesen war, dass ein derart tiefer Stich in den Hals zu lebensgefährlichen Verletzungen führt und es aufgrund des großen Blutverlustes nur vom Zufall abhing, ob das Opfer daran verstirbt. Wegen des hohen Blutverlustes sei es zu einer Unterversorgung des Gehirns gekommen. Der Jugendliche erlitt einen Schlaganfall und schwebte über mehrere Tage hinweg in Lebensgefahr. Er leidet wohl noch heute an einer schweren Sprachstörung und eine linksseitige Lähmung.

Drei Jugendliche wurden von bislang Unbekannten angegriffen. Ein 17-Jähriger schwebt in Lebensgefahr. Am Tatort finden sich zahlreiche Blutflecken.
17-Jähriger schwebt nach Angriff in Lebensgefahr: Die Bilder vom Tatort

Foto: Alexander Kaya

Zum Prozessauftakt am Dienstag sind drei Zeugen geladen. Weitere fünf Verhandlungstage sind angesetzt. Insgesamt sollen 22 Zeugen und drei Sachverständige vor Gericht aussagen. Zu allen Terminen ist zudem ein psychiatrischer Sachverständiger geladen. 

Der Angeklagte wurde am Tag nach des Angriff aufgegriffen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Vor Gericht wird er verteidigt vom Neu-Ulmer Rechtsanwalt Thorsten Storp. Der 17-Jährige hat sich durch seine Eltern dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen. Sie wollten sich vorab nicht zum Vorfall äußern. Die Nebenklage wird vertreten von der Neu-Ulmer Rechtsanwältin Ulrike Mangold. Das Urteil soll voraussichtlich am Montag, 27. November, um 8.30 Uhr fallen.


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