#Ein Haus, wie man es so noch nicht gesehen hat

„Ein Haus, wie man es so noch nicht gesehen hat“ Manchmal passieren die spannendsten Dinge in der Provinz. Nicht in Berlin, wohin es fast alle jüngeren Architekten zieht, sondern in Städten wie Braunschweig. Dort steht seit Kurzem ein Haus, wie man es so noch nicht gesehen hat: ein feiner Pavillon, dessen Konstruktion so filigran ausgeführt…

Weiterlesen

#Im Schatten der Türme

„Im Schatten der Türme“ Die Autobahn teilt ein Häusermeer. In den Gassen schimmern Leuchtreklamen. Und zu Füßen der Wolkenkratzer sind Straßengangs beheimatet, deren Mitglieder die Stadt tyrannisieren und in den Elendsquartieren ihre Geschäfte betreiben. Das ist nicht „Me­tropolis“, das ist Neo Tokyo – Japans Hauptstadt im Jahr 2019, wie sie sich Comiczeichner in den Achtzigerjahren…

Weiterlesen

#Vor Tokios Abrisswut nach Weil am Rhein gerettet

„Vor Tokios Abrisswut nach Weil am Rhein gerettet“ Es ist ein Meilenstein der Nachkriegsarchitektur in Japan: das Umbrella House, das der japanische Architekt Kazuo Shinohara 1961 entworfen hat. Es interpretierte den Typus des traditionellen Einfamilienhauses völlig neu, der bis heute das Erscheinungsbild japanischer Mega-Me­tropolen prägt. Der Holzrahmenbau des Regenschirmhauses aus Zeder, Kiefer und Douglasie hat…

Weiterlesen

#Tücken der Technik

„Tücken der Technik“ Wenn ein technisches System in einem Gebäude lahmgelegt wird, hat das Folgen, die oft weit über dieses System hinausreichen können. In Berlin droht diesem Umstand eine der wenigen Architekturikonen der Nachwendezeit zum Opfer zu fallen: das 1998 fertiggestellte GSW-Hochhaus im Zeitungsviertel an der Rudi-Dutschke-Straße. Der knapp 82 Meter hohe Turm, der schon…

Weiterlesen

#Ein Monument aus Schiefer und Alabaster

„Ein Monument aus Schiefer und Alabaster“ Aller guten Dinge sind fünf: Nachdem Oslo sich lästiger Hochstraßen, Güterbahngleise und Containerstapel am Rande seines Fjords entledigt hat, sind hochkarätige Kulturbauten an ihre Stelle getreten. Mit dem neuen National­museum wird heute der fünfte und letzte kulturelle Magnet an Oslos Uferpromenade eröffnet: das neue Nasjonalmuseet, das größte Kunstmuseum in…

Weiterlesen

#Lebenslinien für neue Räume

„Lebenslinien für neue Räume“ Als Gertrud Louise Goldschmidt im Juni 1939 in Caracas ankam, hatte sie ihr Leben gerettet, doch der Lebensentwurf der jungen Architektin blieb von den Nationalsozialisten durchkreuzt. Kurz vor ihrer Flucht nach Venezuela war die gebürtige Hamburgerin eine der letzten jüdischen Immatrikulierten im NS-Staat gewesen, denen noch ein Diplomzeugnis ausgestellt wurde. Der…

Weiterlesen

#Zum Shoppen in die desolate Komfortzone

„Zum Shoppen in die desolate Komfortzone“ Im Jahr 1908 führte Henry Ford in den Vereinigten Staaten sein legendäres Model T ein. Damit änderten sich nicht nur die Möglichkeiten der Mobilität, sondern auch die Infrastruktur und Ästhetik der Städte. Viele Orte wurden dem Auto so vollkommen angepasst, dass man in den Vierziger- und Fünfzigerjahren in zahlreiche…

Weiterlesen

#Der Chef grüßt im Vorüberjoggen auf der Treppe

„Der Chef grüßt im Vorüberjoggen auf der Treppe“ Architekturzoo ist in Fachkreisen die spöttische Bezeichnung für eine Ansammlung signifikanter Architekturen, bei denen es offenkundig ums Spektakel geht. Eine Kollektion von Follies, von gebauten Individuen, die miteinander nichts zu tun haben (wollen), „gesammelt“ von einem Bauherrn, indem er verschiedene Stararchitekten für die einzelnen Bauten beauftragte. Der…

Weiterlesen

#Die große Raffael-Ausstellung in London

„Die große Raffael-Ausstellung in London“ Die Kuratoren der grandiosen Raffael-Ausstellung in der Londoner National Gallery hätten die erste Gesamtschau dieses vielseitigen Œuvres außerhalb Italiens mit dem zarten Porträt eines Jugendlichen aus dem Ashmolean Museum beginnen können, das oft als Selbstbildnis identifiziert worden ist. Statt dessen haben sie ein ebenfalls in schwarzer Kreide angefertigtes Blatt aus…

Weiterlesen

#Der Himmel gehört dem Reich der Mitte

„Der Himmel gehört dem Reich der Mitte“ Im Humboldt-Forum im Herzen Berlins – und damit in gewisser Weise des Landes –, stehen sich zwei kon­träre zeitgenössische Architekturen gegenüber, die die neuen weltpolitischen Gewichte in Ostasien de­mon­strie­ren. Wäh­­rend die Präsentation der chinesischen Kultur auf imperialen Glanz ausgerichtet ist, bezieht sich die Präsentation ja­panischer Kunst auf die…

Weiterlesen