#Hektografierte Emotion

„Hektografierte Emotion“ Too much Munch? Nach Eröffnung des neuen, im Osloer Hafen schimmernden Edvard-Munch-Museum mit seinen über sechsundzwanzigtausend Werken und Objekten des Malers, nach Ausstellungen zu seinem gewaltigen Einfluss auf zeitgenössische Künstler in Wien und London – braucht es da noch eine Schau im Kunstforum Ingelheim eigens zur Grafik des Norwegers? Die Antwort soll keine…

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#Eine gequälte Seele hilft bei dieser Arbeit

„Eine gequälte Seele hilft bei dieser Arbeit“ Als Auftakt fünfzig Sekunden wie aus einem neorealistischen Film. Eine Frau hastet auf die Statue einer Madonna zu und klagt gegenüber einem entsetzten Mann: „Die Wahrheit! Turiddu stahl mir mein Glück und die Ehre, und Euer Weib hat mir sein Herz geraubt.“ Es ist Santuzza in Pietro Mascagnis…

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#Warum Edvard Munch auch heute noch Avantgarde ist

„Warum Edvard Munch auch heute noch Avantgarde ist“ „Madonna“ ist schon da. Der weibliche „Vampyr“ ebenfalls. Und der „Kuss“ wie auch der „Schrei“ in einer Druckgrafikfassung ohnehin. Sechzig Meisterwerke Edvard Munchs aus dem allein ihm ge­widmeten, vergangenen Herbst eröffneten Museum in Oslo (F.A.Z. vom 21. Ok­tober 2021), aber auch aus Texas, New York und anderen…

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#Reichtum kann ganz schön belastend sein

„Reichtum kann ganz schön belastend sein“ In einer verrätselten Darstellung der sieben Todsünden von Pieter Bruegel dem Älteren sitzt Frau Avaritia, die Habgier oder der Geiz, im Mittelpunkt des Stiches wie eine Madonna auf dem Thron. Trotz fast platzender Geldsäcke neben sich zählt Avaritia voll seliger Hingabe einzelne Münzen in ihrem Schoß, während im Hintergrund…

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#Von der Wiege bis zur Bahre

„Von der Wiege bis zur Bahre“ An Weihnachten wird zumindest in der christlichen Welt verstärkt an Geburt gedacht, wurde doch am 24. ein besonderes Kind von einer besonderen Mutter zur Welt gebracht, aber auch viele Menschen, die sich in Kindestagen, nur einmal beschenkt, als Pechvögel fühlten – darunter gar nicht wenige Künstler wie etwa der…

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#Ihr Christus war eine Frau

„Ihr Christus war eine Frau“ Für Filme, die in vergangenen Welten spielen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man nimmt die Sache vollkommen ernst, oder man lässt jeden Ernst beiseite. Das gilt für Regisseure wie Zu­schau­er: Sie schließen ei­nen stillen Pakt, damit das Spiel funktioniert. Insofern hat das An­schau­en von Kostümfilmen etwas von ei­nem Glaubensakt. Man…

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#In eigenen Rollen

„In eigenen Rollen“ Das wirklich Großartige an einem Filmstar ist, dass seine Liebe – wie die eines Gottes – bedingungslos ist. Er weiß nicht, dass wir existieren. Er kann nicht um uns trauern. Er kann nur ganz allein das sein, was er ist, ein Star.“ Als der New Yorker Autor und Dichter Tom Disch 2008…

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#Die Brüste der Madonna

„Die Brüste der Madonna“ Und wie ein Kind nach der Mamadie Arme ausstreckt, nach dem Stillen,und seine Liebe so ganz sichtbar macht; E come fantolin che ’nver’ la mamma?tende le braccia, poi che ’l latte prese’?per l’animo che ’nfin di fuor s’infiamma; (Paradiso XXIII, 121–123, übersetzt von Christine Ott) Die Erfahrungen, die dem Jenseitswanderer Dante…

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#Dürer ist wieder da

„Dürer ist wieder da“ Im Januar 1521 bestellte sich Al­brecht Dürer in Antwerpen ein un­gewöhnliches Modell ins Atelier. „Der Mann war 93 Jahre alt und gesund und im Vollbesitz seiner Kräfte“, notierte der Nürnberger Maler, der schon seit einem halben Jahr in der flämischen Handelsmetropole weilte, auf einer Porträtzeichnung, die während der Sitzung entstand. Dürer…

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#Wenn Musikvideos Kunst werden

„Wenn Musikvideos Kunst werden“ Der Mainzer Nachtclub Red Cat war multimedial. Über der Bar hing der alte Fernseher, dort liefen Schwarz-Weiß-Filme. Selbst wenn man direkt davor stand, musste man ganz genau aufpassen, um auf dem winzigen Bildschirm zu erkennen, was vor sich ging. Oft schienen sich die Schauspieler im Takt der Musik zu bewegen. Auf…

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